His Holiness

Śrī Śrīmad Bhakti Prakāśa Araṇya Gosvāmī Mahārāja

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Intelligenz jenseits von Bildung

Śrī Śrīmad Bhakti Prakāśa Araṇya Gosvāmī Mahārāja legte niemals eine Pause ein, die Namen von Śrī Hari zu chanten, von Śrī Haris Herrlichkeiten und Taten zu sprechen oder Śrī Hari zu dienen. Er war alle vierundzwanzig Stunden des Tages mit diesen Tätigkeiten beschäftigt. Ohne Unterlass stellte er allen, die sich ihm näherten, eine Frage zur Gauḍīya-Vaiṣṇava-Philosophie. Er verschonte dabei niemanden. Auf die eine oder andere Weise regte er immer eine spirituelle Diskussion an.

Als ich das erste Mal in die maṭha kam, hatte ich das große Glück seinen darśana zu bekommen. In dem Moment, als er mich sah, fragte er: „Wie lautet der erste Vers des Śrīmad-Bhāgavatam?" Nachdem ich den Vers rezitiert hatte, fragte er mich nach der Bedeutung des Wortes suśrūṣayā. Damals wusste ich noch nicht so viel, aber ich wiederholte ihm, was ich begriffen hatte. Danach reichte er mir ein Rundschreiben und sagte: „Lese es gründlich, korrigiere und schreibe es eloquent neu."”

Aufgrund der Vaiṣṇava-Etikette und einer gewissen inneren Angst fragte ich ihn nicht, warum er mich, einen ganz neuen Gottgeweihten, mit der Herausgabe seines Rundbriefs beauftragte. Später befragte ich seinen Gottbruder Śrī Uddhāraṇa Prabhu: „Śrīla Mahārāja weiß selbst so viel. Warum hat er dann mich ausgewählt, diesen Rundbrief zu redigieren? Ich habe ihm gesagt, dass ich unerfahren bin"

“Are bābā! Weißt du es nicht?” erwiderte Śrī Uddhāraṇa Prabhu. „Śrī Araṇya Mahārāja ist Analphabet. Er kann überhaupt nicht lesen und schreiben."

Als ich das hörte, konnte ich meine Überraschung nicht zurückhalten. Von da an, jedes Mal, wenn ich Śrī Araṇya Gosvāmī Mahārājas Diskurse mitanhörte oder wenn ich mich mit ihm unterhielt, wurde diese Überraschung immer noch größer. Sein hari-kathā ließ sogar hochgeschätzte Gelehrte bescheiden werden, und folglich betrachteten diese Intellektuellen Ihn als ihnen übergeordnet. Niemand hätte sich vorstellen können, nicht mal im Traum, dass er ein Analphabet sein könnte.

Strenge und doch liebevolle Anweisungen

Gemäß den Anweisungen von Śrīla Prabhupāda, sammelte Śrīla Araṇya Gosvāmī Mahārāja jeden Monat Spenden an verschiedenen Stellen. Er besuchte auch regelmäßig meinen Guru Mahārāja, Śrī Śrīmad Bhakti Dayita Mādhava Gosvāmī Mahārāja, während Guru Mahārāja in einem gemieteten Haus wohnte, bevor er der Maṭha beitrat.

Bei einem dieser Besuche brachte Śrīla Araṇya Gosvāmī Mahārāja seinen Gottbruder Śrīpāda Kīrtana Prabhu mit. Als Śrīla Araṇya Gosvāmī Mahārāja in der Halle das Porträt von Śrī Caitanya Mahāprabhu sah, fragte er Guru Mahārāja: „Bist du glücklich bei dem Anblick des schönen Porträts von Śrīman Mahāprabhu?

„Ja, Mahārāja-jī,” antwortete Guru Mahārāja, das bin ich!“ Śrīla Araṇya Gosvāmī Mahārāja fragte sehr ernst: „Ist es die Pflicht von Śrīman Mahāprabhu dich zu erfreuen, indem Er hier anwesend ist, oder solltest du dich bemühen ihn zu erfreuen?“ Des Weiteren erkundigte er sich: „Du hast Śrīla Prabhupāda als deinen spirituellen Meister akzeptierte. Welche Vorbereitungen hast du für sein Mahlzeit getroffen?“

Guru Mahārāja antwortete: „Ich habe einen Oriya brāhmaṇa als Koch für mich eingestellt. Er ist für alles verantwortlich, was mit der Küche zu tun hat."

Als Śrīla Araṇya Gosvāmī Mahārāja dies hörte konfrontierte er Guru Mahārāja indem er sagte: „Sind deine Hände von Krokodilen gefressen worden? Warum bist du nicht in der Lage selbst bhoga zu kochen und es zu Bhagavān zu opfern, ohne die Hilfe von anderen zu beanspruchen?

Bevor Guru Mahārāja antworten konnte, flüsterte Śrīpāda Kīrtana Prabhu zu Śrīla Araṇya Gosvāmī Mahārāja: „Du solltest nicht so mit ihm sprechen. Er kommt aus einer wohlhabenden Familie. Es ist unvernünftig, von ihm zu erwarten, dass er alles selbst kochen kann; er hat keine Erfahrung mit solchen Dingen. Deine harschen Äußerungen könnten dazu führen, dass er den Glauben an die Gauḍīya Maṭha verliert und unzufrieden mit uns wird."

Obwohl Śrīpāda Kīrtana Prabhu sehr leise flüsterte, konnte Guru Mahārāja alles hören. Śrīla Araṇya Gosvāmī Mahārāja wurde noch unzufriedener, als er Śrīpāda Kīrtana Prabhu gehört hatte und sagte: „Wenn ich es ihm nicht sage, wer dann? Er ist mein Gottbruder, und deshalb habe ich das das Recht, ihm jederzeit alles zu sagen, was ich möchte.

Guru Mahārāja wurde von Freude überwältigt, als er das hörte. Das mamatā (Besitzergreifende Zuneigung) das Śrīla Araṇya Gosvāmī Mahārāja ihm darbrachte war unvergleichlich und aus diesem Grund blieb Guru Mahārāja ihm sein ganzes Leben lang ewig dankbar.

Nachdem sie gegangen waren, ließ Guru Mahārāja neue Töpfe in sein Heim bringen und er weigerte sich zwei Tage lang zu essen, weil es so lange dauerte, bis die Töpfe eintrafen. Von da an, kochte er selbst und opferte bhoga.

Śrīla Araṇya Gosvāmī Mahārāja lehrte immer, dass Bhagavāns Name und göttliche Form, die Sein Bildnis miteinschließt,-sich nicht von Bhagavān unterscheiden. Guru Mahārāja akzeptierte diese Lehre mit festem Glauben und durch sein eigenes Verhalten demonstrierte er den Standard, mit dem man den Abbildern von Bhagavān und Seinen reinen Gottgeweihten den gebührenden Respekt entgegenbringt.

Er stellte solche Bilder nicht leichtfertig hier und da auf, und er erlaubte auch keinem seiner Schüler, sich auf solch unverantwortliches Verhalten einzulassen. Er schickte das Ölgemälde von Śrīman Mahāprabhu, das seine Wand geschmückt hatte, zur Bāgbāzār Gauḍīya Maṭha, wo es bei jeder von der maṭha organisierten Nagara-Saṅkīrtana-Prozession auf einem Wagen ausgestellt wurde.

Śrīla Araṇya Gosvami Mahārāja wollte nie jemanden entmutigen. Er sprach nur die Wahrheit, und zwar in einer Weise, dass es für jeden glücksverheißend war.

Warnung vor dem Missbrauch des Eigentums von Kṛṣṇa

Wann immer Śrīla Araṇya Gosvāmī Mahārāja Spenden sammelte, sprach er auf eine besondere Weise zu den Menschen. Er würde sich den Spendern weder zaghaft nähern noch sie durch Schmeicheleien überreden. Seine Einstellung war eher „asura luṭiyā khāya kṛṣṇera saṁsāra—Dämonen plündern diese Welt, die Kṛṣṇa gehört, und verschlingen alles.“ Er erklärte den potenziellen Spendern: „Diejenigen, die ihren Reichtum, der rechtmäßig Krsnas Eigentum ist, nicht in Seinen Dienst stellen, werden als Dämonen betrachtet. Indem sie sich unehrenhaft verhalten, stehlen sie, was Ihm gehört, und benutzen es für ihren eigenen Genuss. Als Strafe für ihren Diebstahl werden sie zunehmend in das lasterhafte Netz dieser materiellen Welt verstrickt.“

Dann bat er diese potenziellen Spender, ihr Wohlergehen zu schützen, indem sie eine Opfergabe in den Dienst Bhagavāns stellen. Er sagte dann auch: „Glaubt nicht, dass ihr mir mit euren Almosen einen Gefallen tut. Stattdessen solltet ihr dankbar sein, dass ich die Verantwortung übernommen habe eure Gaben für den Dienst an Bhagavān zu verwenden."

Über die Inspiration von śrī guru

Einmal ging Śrīla Araṇya Gosvāmī Mahārāja zusammen mit Śrī Śrīmad Bhakti Hṛdaya Vana Gosvāmī Mahārāja und Guru Mahārāja (zu dieser Zeit noch Śrī Hayagrīva Brahmacārī) zum Bārīpada College in Orissa, um zu predigen. Während Śrīla Vana Gosvāmī Mahārāja und Guru Mahārāja ihre Vorträge hielten, chantete Śrīla Araṇya Gosvāmī Mahārāja harināma für ungefähr zwei Stunden vor dem Porträt von Śrīla Prabhupāda, das auf dem Podium aufgestellt war. Als er an der Reihe war zu sprechen, begann er seinen hari-kathā mit den Worten: „Ich bin völlig ungebildet. Ich habe nichts Eigenes zu sagen. Ich werde einfach so zu euch sprechen, wie mich mein
gurupāda-padma, Śrīla Prabhupāda, inspiriert." Alle Anwesenden waren an diesem Tag äußerst bewegt von seinem hari-kathā

Śrīla Prabhupādas Gnade für einen aufrichtigen Praktizierenden von anukīrtana

Śrīla Araṇya Gosvāmī Mahārāja erzählte mir einmal: „Eines Tages fragte ich Śrīla Prabhupāda, ob ich einen bestimmten Dienst für ihn tun könnte. 'Ja,' antwortete er, 'du solltest immer und überall die Botschaft von Śrīman Mahāprabhu und den Gauḍīya Vaiṣṇava ācāryas predigen.' 'Ich bin vollkommen ungebildet,' antwortete ich, 'wie kann ich denn predigen?' Śrīla Prabhupāda erwiderte: 'Wiederhole einfach, was immer du aus dem Munde der Vaiṣṇavas gehört hast. Strebe stets danach, anukīrtana und kīrtana unter Anleitung auszuführen. Bhagavān persönlich inspiriert Seine einfachherzigen Geweihten.'

Aufgrund dieser Unterweisung und der Gnade von Śrīla Prabhupāda bleibe ich furchtlos und reise ständig überall hin, um kīrtana (göttliche Botschaft) zu verkünden. Manchmal sehe ich, dass Gelehrte fassungslos werden, wenn Personen wie ich Śrīla Prabhupādas Worte wiederholen. Durch Śrīla Prabhupādas Gnade gelingt es mir, mich an die Titel von Büchern, die darin enthaltenen Verse, die Seitenzahlen dieser Verse und andere solche Details zu erinnern. Wenn mich jemand bittet, Referenzen als Beweis anzuführen, sage ich ihm, welche Versnummer er in einem bestimmten Buch in meiner Truhe suchen muss, und beweise dann meinen Standpunkt, sobald er den Vers gefunden hat.'“

Sein demütiger Glaube an Guru Mahārāja

Śrīla Araṇya Gosvāmī Mahārāja war mit einer natürlichen Demut geschmückt. Obwohl er zu den Älteren gehörte, besaß er immer große Liebe und Vertrauen zu Guru Mahārāja. Śrīla Mahārāja sandte vertrauensvoll viele von seinen entsagten Schülern zur Śrī Caitanya Gauḍīya Maṭha. Er schrieb dann einen Brief an Guru Mahārāja in dem er schrieb: „Ich habe meinen Schüler zu dir geschickt, damit er sich gründlich in den Konzeptionen des Gauḍīya-Vaiṣṇavismus verankern kann. Indem er in der Gemeinschaft von dir und euren Schülern bleibt, wird er reichlich Gelegenheit zum Lernen erhalten. Ich habe es nie geschafft denen, die bei mir bleiben, etwas beizubringen. Ich würde mich sehr freuen, wenn du gütiger Weise die Verantwortung übernimmst, ihm etwas beizubringen.”

Spirituelle Perspektiven auf gewöhnliche Dinge

Einmal, als Śrīla Araṇya Gosvāmī Mahārāja ein Krankheitsspiel manifestierte, brachte ihn ein brahmacārī zu einem Arzt. Nachdem der Arzt ihm eine Medizin verschrieben hatte, kehrten sie zur maṭha zurück. Am nächsten Morgen fragte der brahmacārī Śrīla Araṇya Gosvāmī Mahārāja, wie es im geht. Śrīla Araṇya Gosvāmī Mahārāja erwiderte, indem er einen Vers aus der Bhagavad-gītā zitierte.

na jāyate mriyate vā kadācin
nāyaṁ bhūtvā bhavitā vā na bhūyaḥ
ajo nityaḥ śāśvato ’yaṁ purāṇo
na hanyate hanyamāne śarīre

(2.20)
Die Seele wird weder geboren, noch stirbt sie, noch wird sie durch das wiederholte Wachsen und Vergehen des Körpers betroffen. Sie ist ungeboren, ewig und existiert ewig. Obwohl sie uralt ist, bleibt sie immer jugendlich. Wenn der Körper zerstört wird, wird die Seele nicht ausgelöscht.

Er sagte: „Gemäß Bhagavāns Eigenen Worten, ist die Seele kein materielles Wesen. Wie kann ich dann krank werden? Denkst du, ich bin ein materielles Lebewesen? Bin ich denn nicht eine Seele?” Der brahmacārī war sprachlos. Später näherte er sich mir und sagte: „Man muss seine Worte sorgfältig überlegen, bevor man mit Śrīla Mahārāja spricht. Wenn man ihn auf normale Art und Weise etwas fragt, wird man zwangsläufig in Schwierigkeiten geraten."

Man muss alles versuchen, um die Bitte eines Vaiṣṇavas zu erfüllen.

Eines Abends traf Śrīla Araṇya Gosvāmī Mahārāja eher spät in unserer Śrī Caitanya Gauḍīya Maṭha in Vṛndāvana ein. Zu dieser Zeit, war mein Gottbruder Śrī Bhakti Prasāda Purī Mahārāja der Verantwortliche für die maṭha und er servierte ihm prasāda. Als ihn Śrīla Araṇya Gosvāmī Mahārāja fragte, ob etwas Milch da wäre, antwortete Śrī Purī Mahārāja: „Mahārāja, es ist keine Milch mehr da. Hätte ich gewusst, dass du kommst, hätte ich dir welche aufgehoben. Bitte vergib mir.“

„Was!” rief Śrī Araṇya Gosvāmī Mahārāja aus. „Wie ist es möglich, dass es keine Milch im Mādhāva Mahārājas maṭha gibt?”

Aus Angst vor dieser Reaktion beeilte sich Śrī Purī Mahārāja, in einem nahe gelegenen Teeladen Milch zu kaufen. Als er sie Śrīla Araṇya Gosvāmī Mahārāja darbrachte, fragte Śrīla Mahārāja: „Wo ist diese Milch plötzlich hergekommen?” und dann unterwies er ihn: „Wenn jemand um etwas bittet, dann ist es nicht korrekt einfach nur zu sagen, dass nichts mehr übrig ist, ohne sich darum zu bemühen, mehr zu besorgen.”

Das Verhalten von reinen Gottgeweihten sollte nicht nachgeahmt werden

Einmal begleitete ich Śrīla Araṇya Gosvāmī Mahārāja zum Busbahnhof in Kṛṣṇanagara, um ihn nach Māyāpura zu verabschieden. Als er in den Bus einstieg, forderte der Schaffner ihn auf, eine Fahrkarte zu kaufen. Śrīla Araṇya Gosvāmī Mahārāja wurde wütend und antwortete: „Was! Eine Fahrkarte? Wem gehört dieser Bus? Wer verlangt einen Fahrpreis, und von wem verlangen sie es? Asura luṭiyā khāya kṛṣṇera saṁsāra. Alles gehört meinem Kṛṣṇa, und dieser Bus ist keine Ausnahme. Ich bin kein gewöhnlicher Diener; ich diene Ihm mit der größten Liebe und Zuneigung. Anstatt Geld von mir zu verlangen, solltest du mir lieber Geld geben, um es in den Dienst Śrī Kṛṣṇas zu stellen.” Dann wischte er den Schaffner beiseite und setzte sich hin.

Wir sollten nicht einmal davon träumen das Verhalten von Śrīla Araṇya Gosvāmī Mahārāja zu imitieren. Auch wenn ihn manche als arrogant wahrnehmen, nach ernsthafter und unvoreingenommener Betrachtung seiner Absichten kann man klar erkennen, dass alles, was er sagte oder tat, auf unverfälschter Wahrheit beruhte. Er war geradeheraus und wurde manchmal wütend, aber sein Ärger war nie von Dauer. Schon nach kurzer Zeit wurde er glücklich und zufrieden.

Die Auswirkungen eines Moments in seiner Gemeinschaft

Einmal, als Śrīla Araṇya Gosvāmī Mahārāja den parikramā des Śrī Govinda-deva-Tempels in Vṛndāvana durchführte, näherte sich ihm ein Māyāvādī sannyāsī und sagte: „Oṁ namo nārāyaṇāya", was bedeutet: "Ich erweise dir, der du Nārāyaṇa bist, meine Ehrerbietung.“ Śrīla Araṇya Gosvāmī Mahārāja schalt wütend diesen sannyāsī: „Du bist ein Heuchler! Du betrachtest das Lebewesen und Bhagavān als eins. Du lebst in Vṛndāvana, hast aber nie etwas von den wahren Bewohnern von Vraja gehört. Du bist so beleidigend! Du hältst dich selbst für brahma, aber du bist dir der einfachen Tatsache nicht bewusst, dass brahma nur die Ausstrahlung von Bhagavāns göttlichen Körpers ist. Komm mit mir. Ich werde für dein Essen und für einen Platz sorgen, an dem zu bleiben kannst. Deine einzige Pflicht wird sein, hari-kathā zu hören und zu versuchen, die Schlussfolgerungen der Schriften zu folgen."

Der Māyāvādī sannyāsī war von Śrīla Araṇya Gosvāmī Mahārājas Aussage ziemlich bestürzt, aber er folgte Śrīla Mahārāja zur maṭha, genau wie er angewiesen wurde. Als sie in der Śrī Caitanya Gauḍīya Maṭha, Śrīla Mahārāja ankamen, verlangte er nach meinen Gottbruder Śrī Bhakti Prasāda Purī Mahārāja. Als er darüber informiert wurde, dass Śrī Purī Mahārāja weggegangen war, wies Śrīla Mahārāja einen der brahmacārīs der maṭha an, weiße Gewänder für den Māyāvādī sannyāsī zu bringen.

Als die weißen Kleider gebracht wurden, forderte Śrīla Mahārāja den Māyāvādī sannyāsī auf, sein Gewand zu wechseln. Dann sagte er zu dem brahmacārī: „Sag Purī Mahārāja, dass Araṇya Mahārāja diesen Mann in die maṭha gebracht hat, und dass er ihn in die Lehren des Gauḍīya Vaiṣṇavism unterweisen soll, damit die Geburt dieses Mannes in der menschlichen Spezies in Würde erfolgreich wird."

Der Māyāvādī sannyāsī war einfach und aufrichtig. Er folgte gewissenhaft den Anweisungen von Śrīla Araṇya Gosvāmī Mahārāja und wurde schließlich ein ausgezeichneter sevaka. Später gab er mir gegenüber zu: „Früher habe ich unwissend alles akzeptiert und wiederholt, was mir an Philosophien vorgesetzt wurde. Aber jetzt nehme ich Lehren nur nach sorgfältiger Abwägung an.“

Dieser Vorfall demonstriert das Ausmaß von Śrīla Araṇya Gosvāmī Mahārājas Furchtlosigkeit, genau wie sein immenser positiver Einfluss, sowie die ungemein positive Wirkung, die schon ein kurzer Kontakt mit ihm auslöste.

Der große Unterschied zwischen dem Bewusstsein eines verwirklichten Gottgeweihten und einem Neuling

Einmal blieb Śrīla Araṇya Gosvāmī Mahārāja für ein paar Tage in unserem Śrī Caitanya Gauḍīya Maṭha in Kṛṣṇanagar, als er plötzlich eines Morgens nach Māyāpura aufbrach. Als er in Śrīdhāma Māyāpura ankam, bat ich ihn im Guru Mahārājas bhajana kuṭīra zu bleiben. Freudig nahm er meinen Vorschlag an, zog seine Holzschuhe auf der Veranda vor Guru Mahārājas Zimmer aus und ging hinein. Einige Zeit später, nachdem er mit dem von mir bereitgestellten heißen Wasser gebadet hatte, kam er heraus und fragte: „Wo sind meine Schuhe?“

„Ich antwortete: „Mahārāja-jī, sie sind hier, genau da, wo du sie gelassen hast.“ „Nein, das sind nicht meine Schuhe,“ sagte er.

Ich war verwirrt. „Das müssen deine Schuhe sein, Mahārāja-jī. Ich habe gesehen, dass du sie hier oben getragen hast. Niemand von uns, der in der maṭha lebt, trägt seine Schuhe auf Guru Mahārājas Veranda.” Sobald ich das gesagt habe, wurde ihm klar, was eigentlich geschehen ist. Ernst nahm er die Schuhe und setzte sie in großer Ehrfurcht auf sein Haupt. Mit herzzerreißender Stimme sagte er: "Die Schuhe der Vaiṣṇavas werden immer auf meinem Kopf bleiben", und rezitierte einen Vers aus den heiligen Schriften:

jñānāvalambakāḥ kecit
kecit karmāvalambakāḥ
vayaṁ tu hari-dāsānāṁ
pāda-trāṇāvalambakāḥ            Śrī Padyāvalī (58)

Manche folgen den Pfad des jñāna, während andere den Pfad des karma folgen. Wir tragen jedoch einfach die Schuhe der Diener von Śrī Hari. Er erklärte die Bedeutung dieses Verses und klagte: „Alas, alas! Ich habe versehentlich die Schuhe eines Vaiṣṇavas getragen. Ich bin so unglücklich, dass ich die Schuhe eines Vaiṣṇava mit meinen Füßen berührt habe. Möge der Vaiṣṇava Ṭhākura, dem diese Schuhe gehören, mir vergeben.“

Er schlüpfte nicht einfach in die Schuhe und dachte: „Was macht es jetzt für einen Unterschied? Ich habe sie schon hier getragen.“ Vielmehr verinnerlichte er seinen Fehler und trug sie nie wieder. Er steckte sie in eine große Tasche und ein paar Tage später, kehrte er barfuß mit dem Bus zurück nach Kṛṣṇanagara, wo er sie ihrem Besitzer wieder zurückgab und ihn um Vergebung bat. So war sein erhabenes Bewusstsein. Ich besuchte zufällig unsere Kṛṣṇanagara maṭha einige Tage bevor er Māyāpura verließ. Dort erzählte mir ein brahmacārī: „Ein verrückter sannyāsī nahm meine Schuhe. Aber es ist in Ordnung, denn ich benutze seine Schuhe.“ Als ich das hörte, konnte ich begreifen, wie groß der Unterschied war, zwischen der Etikette, Demut, Menschlichkeit, Verwirklichung und Benehmen von Śrīla Araṇya Gosvāmī Mahārāja und das von dem gedankenlosen brahmacārī.

Andere ermutigen, ihrer Natur entsprechend zu dienen

Zu einem bestimmten Zeitpunkt zeigte Śrīla Bhakti Prakāśa Araṇya Gosvāmī Mahārāja das Spiel, dass er eine Augenkrankheit hat, die seine Sehkraft beeinträchtige und es ihm schwer machte, andere Menschen zu erkennen. Guru Mahārāja sorgte für eine Behandlung in einem Krankenhaus in Kolkota und schickte mich zu ihm, damit es Śrīla Mahārājas an nichts fehlen sollte. Ein Spezialist im Krankenhaus sagte mir: „Bevor wir seine Augen operieren können, müssen wir zuerst seinen Diabetes unter Kontrolle bringen. Deshalb ist es notwendig, dass er eine bestimmte Diät bekommt und deshalb muss sein Essen aus dem Krankenhaus kommen.”

Ich sagte dem Spezialisten: „Śrīla Mahārāja wird keine Krankenhauskost zu sich nehmen. Wir können das Essen vorbereiten und es ihm bringen, was immer Sie ihm empfehlen." Der Arzt
akzeptierte meinen Vorschlag, und ich begann, Śrīla Araṇya Gosvāmī Mahārāja
Essen zu bringen, das in der maṭha speziell für ihn zubereitet wurde-

Schließlich kam der Tag der Śrī Annakūṭa mahotsava und ein großes Fest wurde in unserer maṭha in Kolkata abgehalten. Śrī Amiyā Rāya, eine Schülerin von Śrīla Araṇya Gosvāmī Mahārāja, nahm an dem Fest teil. Sie ehrte das prasāda in der maṭha und packte etwas ein, um es ihrer Familie nach Hause mitzunehmen. Auf ihrem Weg nach Hause hielt sie am Krankenhaus, um ihren gurudeva zu besuchen. Aufgrund der Vorsehung nahm Śrīla Araṇya Gosvāmī Mahārāja gerade prasāda zu sich. Als sie sah, dass ihr gurudeva einfaches prasāda zu sich nahm, sagte sie wütend: „Heute ist Annakūṭa. Was für ein prasāda geben sie dir?

Bevor Śrīla Araṇya Gosvāmī Mahārāja ihr antworten konnte, füllte Śrī Amiyā Rāya seinen Teller mit dem annakūṭa-prasāda, das für ihre Familie gedacht war. Weil sie darauf bestand, ehrte Śrīla Mahārāja etwas von diesem prasāda. Als Ergebnis davon war sein Blutzucker erhöht und der Tag seiner Operation wurde verschoben.

Der Spezialist sagte zu mir: „Das Essen, dass Sie Mahārāja geben, ist geregelter, als das was er vom Krankenhaus bekommen hätte. Aber bitte erklären sie ihm, dass er von niemanden anderen also von Ihnen persönlich Essen annehmen soll.” Als ich Śrīla Araṇya Gosvāmī Mahārāja, die Anweisung des Spezialisten übermittelte sagte er zu mir: „Schau, es gibt zwei Formen des Dienens: Nach den eigenen Wünschen, wie es im Rahmen der Heiligen Schriften erlaubt ist, und unter Berücksichtigung dessen, was für das Ziel unseres Dienstes am besten ist. Amiyā Rāya versteht nur das Erstere; sie dient dem, was sie für sich selbst als das Beste empfindet. Sie ist noch nicht weit genug fortgeschritten, um das Letztere zu praktizieren, wo sie in der Form dienen würde, dass es ihrem Objekt am besten zugutekommt. Wie auch immer, ich werde tun, was du und der Spezialist sagt. „Als Śrīla Mahārājas Zuckerspiegel wieder normal war, führte der Arzt die Operation durch, und Śrīla Mahārāja erlangte nach ein paar Tagen sein normales Augenlicht wieder.

Liebevoller Austausch zwischen Gottbrüder

In einem Jahr, nachdem wir den Śrī Vraja-Maṇḍala parikramā abgeschlossen hatten, reisten einige von uns mit dem Zug in einem privaten, reservierten Waggon von Mathurā nach Kolkata. Unterwegs fragte Śrīla Araṇya Gosvāmī Mahārāja: „Hat jemand Milch für mich mitgebracht?" Sein Gottbruder Śrī Nārāyaṇa Mukhopādhyāya neckte ihn und sagte: „Ist es auf einer Reise nicht die Pflicht einer Mutter, Milch für ihr durstiges Kind mitzubringen? Reist deine Mutter mit uns, Mahārāja?” Śrīla Araṇya Gosvāmī Mahārāja schwieg. Als der Zug eine kurze Weile in Kānpura anhielt bat ich Śrīpāda Kṛṣṇa-keśava Brahmacārī, ein anderer Schüler von Śrīla Prabhupāda, um sein zweieinhalb-Liter loṭā (Tiffin) und kaufte Milch von der Bahnstation. Als ich ihm das loṭā mit Milch in die Hände von Śrīla Araṇya Gosvāmī Mahārājas gab, sagte er zu seinem Gottbruder: „Nārāyaṇa Dās, sieh! Wo ist diese Milch hergekommen? Verkünden die Vaiṣṇavas nicht, dass im Herzen eines Vaisnavas die Liebe und Zuneigung von unzähligen Millionen von Müttern ist? Welche Wünsche werden denn nicht von diesen Vaiṣṇavas erfüllt, die wie Wunsch erfüllende Bäume sind?” Alle im Waggon anwesenden Gottgeweihten waren begeistert von den Erkenntnissen, die sie aus dem liebevollen Austausch zwischen diesen beiden Gottbrüdern gewonnen haben.

Bhagavān wird Sorge tragen

Śrīla Araṇya Gosvāmī Mahārāja war fest in der primären Bedeutung des Wortes vairāgya verankert, (1) und so war es nur natürlich, dass er auch mit seiner sekundären Bedeutung (2) vertraut war. Er hatte immer nur drei Garnituren von Kleidung. Wenn er jemals mehr Kleidung erwarb, als er brauchte, verschenkte er sie, anstatt sie für den späteren Gebrauch aufzubewahren. Er sagte mir: "Wenn ich es mir zur Gewohnheit mache, zusätzliche Kleidungsstücke zu behalten, werde ich ein Sinnesgenießer.

Bhagavān hat in der Bhagavad-gītā (9.22) feierlich versprochen:

ananyāś cintayanto māṁ
ye janāḥ paryupāsate
teṣāṁ nityābhiyuktānāṁ
yoga-kṣemaṁ vahāmy aham

Diejenigen, die keine anderen Wünsche haben, die immer in der Kontemplation über Mich vertieft sind und Mich immer verehren, gebe Ich, was sie brauchen, und erhalte, was sie haben.“

Bhagavān ist überall. Nach Seinem Willen wird alles in dem Moment verfügbar sein, in dem ich es brauche. Warum sollte ich Dinge horten? Wenn ich den Worten Bhagavāns nicht vertraue, was nützt mir dann das Hören der Schriften, das Zusammensein mit den sādhus und das Ausführen von sādhana-bhajana, auch wenn ich es viele Jahre gemacht habe? Indem Er Persönlich Milch für Śrīla Mādhavendra Purī Gosvāmī brachte, hat Bhagavān bewiesen, dass Er alles Notwendige für Seine Gottgeweihten bereitstellen wird. Die Zeit meines Todes rückt näher. Wenn nicht jetzt, wann werde ich dann Vertrauen in die Worte von Bhagavān und Seinen vertrauten Gefährten entwickeln?"

Erhabene Ehrfurcht für Vaiṣṇavas

Eines Tages in Kolkota, rief mich mein Gottbruder Śrī Vīrabhadra Prabhu und sagte: „Schau hier, Mahārāja! Obwohl sie Srila Prabhupadas Schüler sind und unfassbar Senior zu uns, Śrīla Araṇya Gosvāmī Mahārāja und Śrī Jagamohana Prabhu nehmen die Schuhe der Vaiṣṇavas einen nach dem anderen aus dem Schuhregal und erweisen ihnen ihre Ehrerbietung.” Ich war erstaunt das zu sehen. Ich dachte: „Was haben sie für eine Ehrfurcht vor den Vaiṣṇavas!” Śrīla Araṇya Gosvāmī Mahārāja sagte uns immer, dass wir achtsam sein und eine Haltung des Dienens gegenüber Bhagavān und Seinen Geweihten beibehalten sollen und nicht eine Haltung der Nachlässigkeit. Nach diesem Tag hörte ich auf, meine Schuhe auf diese Ablage zu stellen. Ich überlegte, dass es besser ist zu riskieren, dass sie gestohlen werden, als Vergehen gegen diese beiden Vaiṣṇavas zu begehen.

Den Vaiṣṇavas zu ihrer Zufriedenheit dienen

Während eines Ekādaśī in der Niederlassung der von Śrī Caitanya Gauḍīya Maṭha in Hyderabad bereitete einer der brahmacārīs der maṭha, der ein erfahrener Koch war, gebratene Erdnüsse, ein Gemüsegericht mit Erdnüssen, Kokosnüssen, Rosinen, Mandeln und Cashewnüssen, Papaya pāyasama (3) mit Nüssen, sowie eine Reihe anderer köstlicher Zubereitungen.

Als alle prasāda ehrten, rief Śrīla Araṇya Gosvāmī Mahārāja den Koch. „Die Speisen, die du zubereitetest, sind wundervoll,“ sagte er ihm. „Alle loben dein Kochen.” Dann fragte er: „Aber was soll ich essen? Ich habe keine Zähne.“ Śrīla Mahārāja ergriff dann das Ohr des brahmacārī und drehte es kräftig. Er sagte: „In den Schriften steht:

catur-vidha-śrī-bhagavat-prasāda
svādv-anna-tṛptān hari-bhakta-saṅghān
kṛtvaiva tṛptiṁ bhajataḥ sadaiva
vande guroḥ śrī-caraṇāravindam 

Ich verehre die Lotosfüße von śrī guru, der große Zufriedenheit empfindet, wenn er die Gottgeweihten von Śrī Hari mit den vier Arten von bhagavat-prasāda - dem, was gekaut, geschlürft geleckt und getrunken wird - zufriedenstellt.

„Wenn du den Vaiṣṇavas mit deiner Küche richtig dienen willst, musst du alle vier Arten von prasāda zubereiten. Andernfalls werden nicht alle zufrieden sein, und dein Dienst wird als unvollständig angesehen werden."

Sein erstaunliches Spiel seines Verscheidens

Śrīla Araṇya Gosvāmī Mahārāja war immer damit beschäftigt zu predigen. Wo immer er sich aufhielt, in einem Auto, Pferdekarren, Bus, in der maṭha oder im Haus eines Geweihten — er sprach immer hari-kathā. Ich erlebte das jedes Mal aus erster Hand, wenn ich die Gelegenheit erhielt, mit ihm zu reisen.

Seine hari-kathā besaßen eine außergewöhnliche Anziehungskraft. Sobald man anfing zuzuhören, war es schwierig, ja sogar schmerzhaft, aufzustehen, um einen anderen Dienst zu verrichten, bevor er zu Ende gesprochen hatte. Er sagte immer: „Śrīla Prabhupāda hat mir befohlen zu sprechen.” Und er hat nie aufgehört zu predigen, auch als er nicht mehr richtig gehen konnte und seine Sehkraft schwer beeinträchtigt war. Wo immer er war, arrangierte er ein Fest für hari-kathā- und lud alle Einheimischen ein. Śrīla Mahārāja verließ seinen Körper, während er hari-kathā zum Thema Saphalā Ekādaśī sprach, in dem Dorf von Dhalatikhā, in der Nähe der Stadt von Basirhāṭa Mahākumā in West Bengalen. Zu der Zeit saß er auf dem vyāsāsāna und erklärte den Vers sarva dharmān parityajya aus der Bhagavad-gītā (18.66) und tava kathāmṛtam taptajīvanaṁ aus dem Śrīmad-Bhāgavatam (10.31.9). Als ich von dem Spiel seines Verscheidens hörte, erinnerte ich mich an einen Vers, der im Śrī Caitanya Bhāgavata (Ādi-khaṇḍa 7.136) zitiert wird:

anāyāsena maraṇaṁ
vinā dainyena jīvanam
anārādhita govinda
caraṇasya kathaṁ bhavet

Wie ist es für jemanden möglich, der nie die Lotosfüße von Śrī Govinda verehrt hat, komfortabel und in Frieden zu leben?

 

Eine Lobesrede auf Śrī Śrīmad Bhakti Prakāśa Araṇya Mahārāja

Verfasst unter der Leitung von Śrī Śrīmad Bhakti Pramoda Purī Gosvāmī Mahārāj

 

Ein Empfänger der beispiellosen Barmherzigkeit des Herrn

Die śāstras sagen: „ante nārāyaṇa smṛtiḥ— Am Ende sollte man Nārāyaṇa erinnern.“ So ist die Tatsache, dass pūjyapāda Śrī Bhakti Prakāśa Araṇya Mahārāja, während er seine Spiele des Verscheidens manifestierte, seinen letzten Atemzug nutzte, um den Vers aus dem Śrīmad-Bhāgavatam (10.33. 9), beginnend mit tavakathāmṛtam, der von den gopīs gesprochen wurde, als sie von der Trennung von Śrī Kṛṣṇa überwältigt waren, verdeutlicht, dass er der Empfänger der beispiellosen Barmherzigkeit von Kṛṣṇa und Seinen Gefährten war.

Eine lebende mṛdaṅga

Śrīpāda Araṇya Mahārāja, eine göttliche Persönlichkeit, durchdrungen von der Energie seines höchst verehrten śrī gurupāda-padma, war einer der bedeutendsten Meister sozusagen-eine lebende mṛdaṅga,- in Śrīla Prabhupādas śrī caitanya-vāṇī saṅkīrtana-yajña, die zeremonielle und kongregationale Ausbreitung von Śrī Caitanyas göttlicher Botschaft

Ein Prediger der reinen Hingabe

Obwohl er kaum eine formale Ausbildung genossen hat, hat er sich in der Wertschätzung der gelehrten Gesellschaft unsterblich gemacht. Bis zu seinem letzten Augenblick seines Lebens hat er dazu beigetragen, die reinste Form des Wissens durch seinen unerschrockenen Glauben in śrī kṛṣṇa-kīrtana, das seiner Braut, der spirituellen Erleuchtung, das Leben schenkt, wiederzubeleben.
Selbst hochgebildete und maßgebliche Akademiker, Lehrer und Verwaltungsbeamte waren von seinen beispiellosen und fachkundigen Erklärungen zur reinen Hingabe, die frei ist von jeglichem Streben nach Gelehrsamkeit und fruchtbarem Handeln in den Bann gezogen

Als ein Ergebnis seines bhāgavata-kathā, viele Menschen — ob reich, aristokratisch, vornehm und hochgebildet oder gewöhnlich, mittellos und ungebildet — erlangten das seltene Glück der Zuflucht bei den höchst verehrungswürdigen Lotosfüßen von Śrīla Prabhupāda.

Śrīpāda Araṇya Mahārāja war auch ein Empfänger von Śrīla Prabhupādas höchster Gnade für seine enorme Unterstützung beim Sammeln von Geldern im Namen von Śrīla Prabhupāda, um die Herrlichkeit von Śrīdhāma zu steigern, für die Instandhaltung von Maṭhas und Tempeln und um den Druck von vielen Bücher und Zeitschriften zu ermöglichen.

Ein furchtloser und unparteiischer Sprecher

Sein hari-kathā, der von der von Śrīla Prabhupāda verwendeten Terminologie nur so überquoll, verblüffte und erfreute diejenigen, die sich der reinen Hingabe verschrieben hatten. Er war ein furchtloser und unparteiischer Redner, wenn es darum ging, nicht-hingebungsvolle Auffassungen zu widerlegen und die schlüssigen Wahrheiten des reinen bhakti zu begründen. Wahrlich, er war eine strahlende, tödliche Sonne für die Finsternis, die versuchte, die wahre Auffassung von śuddha-bhakti zu bedecken. Darüber hinaus verblüffte er alle durch sein unvergleichliches Erinnerungsvermögen, das er bis zu seinen letzten Momenten in glorreicher Weise bewahrte.

Sein beispielhaftes Verhalten

Ursprünglich kam er aus einem Dorf, mit dem Namen Gaṅgārāmapura im Bezirk von Yaśohara, Westbengalen. Zu der Zeit, als er sich angezogen fühlte von Śrīla Prabhupāda Bhaktisiddhānta Sarasvatī Ṭhākura, dem Begründer der Śrī Gauḍīya Maṭha Institution, war er ein Haushälter. In kurzer Zeit entsagte er seinem Haushälterleben in einem Akt vorbildlichen Verhaltens, der im Śrīmad-Bhāgavatam in der Beschreibung von Jaḍa Bharata nachklingt:

yo dustyajān dāra-sutā
suhṛd rājyaṁ hṛdi-spṛśaḥ
jahau yuvaiva malavad
uttamaśloka-lālasaḥ

Obwohl er noch jung war, gab er alles auf, was schwer aufzugeben ist - seine Frau, seine Kinder, seine Freunde, sein Königreich und alles, was ihm lieb und teuer war -, als wären es Exkremente, denn er sehnte sich danach, bhajana von Śrī Bhagavān auszuführen, der in den erlesensten Hymnen verherrlicht wird.

Unsere Gebete an ihn:

Pūjyapāda Mahārāja zeigte echte Kameradschaft und beständiges Wohlwollen, nicht nur gegenüber Śrīla Prabhupādas Schülern und Großschülern, sondern auch gegenüber jenen, die Śrīla Prabhupādas Lehren und Verhalten für gut befanden. Heute, da wir einen solchen Busenfreund und idealen Vaiṣṇava verloren haben, sind wir alle tief betrübt. Unser Gebet ist, dass er, während er für immer in den Dienst seines ewig geschätzten śrī gurupāda-padma vertieft ist, uns segnen möge, um die einzigartigen Dienste zu erlangen, nach denen wir uns sehnen.

Auszüge aus Artikeln, veröffentlicht im Śrī Caitanya-Vāṇī (6. Jahr, Band 12)

⦁ Viśiṣṭe parama-puruṣe rāga, eine besondere Anhaftung an die Höchste Persönlichkeit
⦁ Vigata-rāga, die Abwesenheit von weltlicher Anhaftung.
⦁ getreidefrei, auf Milch basierende süße Speise

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