Bhajan

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Von Śrīla Bhakti Vaibhava Purī Gosvami Mahārāja

Sukha-duḥkhe same kṛtvā lābhālābhau jayājayau. Ob du Freude oder Leid erfährst, du solltest diese Dinge gleichbehandeln und Bhajan praktizieren. Diese Haltung ist Teil deines bhajanas. Bhajana ist nichts Separates. In welcher Situation du auch sein magst, ob du glücklich oder unglücklich bist, ob du sitzt, gehst oder sprichst, während der Nacht oder dem Tag, führe immer bhajana aus. Weil die Verbindung da sein muss. Kṛṣṇa sagt zu Arjuna: „yoga-yukto bhavārjuna – Kämpfe,aber die Verbindung muss bestehen bleiben.” Was ist die Verbindung? „Du bist nicht der Kämpfer, Ich gebe dir die Energie zu kämpfen.

Nur mit Meinem Segen kannst du den Krieg gewinnen. Du musst also immer daran denken: ‚Ich bin nicht der Kämpfer, es ist der Herr. Ich bin nur Sein Instrument. Ich habe Pfeil und Bogen, die ich benutzen kann, aber das Ergebnis hängt von Ihm ab. Wenn er Mir wohlgesonnen ist, dann werde ich erfolgreich sein.‘“ Wir besitzen keine Unabhängigkeit; nur durch den Segen des Herrn werden wir erfolgreich sein. Was auch immer du vorschlägst, Gott entscheidet. Du kannst das Ergebnis, das du dir wünscht, nicht erzielen. Was auch immer du vorhast, Gott entscheidet. Paśyet pāka-viparyāsaṁ mithunī-cāriṇām nṛṇām. Die Menschen haben Wünschen und sie arbeiten daran sie zu erfüllen, aber nach einer gewissen Zeit stellen sie fest, dass das Ergebnis nicht ihre Erwartungen erfüllt.

Du kannst das, was du begehrst (nur durch deine Bemühung) nicht erlangen. Bhagavān sagt: „Nur dem Namens nach kannst du deinen Bogen halten, aber du musst ihn nicht benutzen. Deine Kraft wird nicht benötigt, ich werde dir die Intelligenz geben, wie du ihn benutzen kannst. Dadāmi buddhi-yogaṁ tam. Aber wenn ich „Halt!“ sage, solltest du aufhören. Wenn ich „Start!“ sage, solltest du anfangen. Ohne zu zögern. Du musst nicht überlegen, ob es günstig ist oder nicht, tu es einfach.“ Wenn wir also den Befehl des Herrn erhalten, wird alles, was wir tun, erfolgreich sein. Deshalb solltet ihr immer versuchen, den Segen des Herrn zu erlangen. Ohne Seinen Segen können wir nichts tun.

Du magst ein gṛhastha, ein brahmacārī oder ein sannyāsī sein. Du magst zum Nordpol oder zum Südpol gehören oder zu Amerika, Europa, Afrika oder was auch immer. Wo auch immer du bist, wohin du auch gehst, du musst die Verbindung zu Ihm aufrechterhalten. Er ist an jedem Ort. Auch wenn du in Amerika oder Australien zu Ihm betest, ist Er bei dir. Er ist bei dir und Er wird deine Gebete erhören. Er wird dir zuhören, wo immer du bist. Er ist weit weg und doch ganz nah. Die Śrī Īśopaniṣad sagt: tad dūre tad v antike. Er ist jedem sehr nahe, der Hingabe hat, aber Er ist weit entfernt von jedem, der kein bhakti besitzt. Er ist weit entfernt von Hiraṇyakaśipu, aber Er ist Prahlāda, der den Herrn überall sehen konnte, sehr nahe. Im Gegensatz dazu konnte sein Vater Ihn nirgendwo sehen. Wir müssen diese Art von bhajana haben. Tag und Nacht bhajana. Ihr müsst nāma-kīrtana ausführen. Darin werdet ihr Glück finden.

 (Śrīla Bhakti Vaibhava Purī Mahārāja – BOOK – Guru-Vani)

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