The Harmonist (Sajjana Toṣaṇī Vol. XXVII, No. 4, Sep. 1929)

Von Zeit zu Zeit werden Versuche unternommen, das Königreich des Himmels auf diese Erde herabzubringen. Diese Bestrebungen erscheinen in vielfältigen Formen und Richtungen. Unter ihnen gibt es eine besondere Strömung von Bemühungen, die unaufhörlich darauf abzielt, den sogenannten Weltfrieden herbeizuführen.
Frieden ist zweifellos etwas höchst Erhabenes und Begehrenswertes. Es gibt niemanden, der sich nicht nach ihm sehnt—und doch gibt es nur sehr wenige, die ihn tatsächlich erlangen. Immer wieder sind sogenannte Friedensstifter in dieser Welt erschienen, und die politische Geschichte ist reich an solchen Persönlichkeiten. Wenn die Zeit es verlangt, treten sie hervor, ausgestattet mit außergewöhnlicher Intelligenz und bemerkenswerter Herzensstärke. Durch das Aufeinandertreffen mächtiger Kräfte gelangen sie rasch in einflussreiche Positionen, und Millionen von Menschen, getrieben von ihrem tiefen Verlangen nach Frieden, sammeln sich um sie und folgen ihrer Führung.
Und tatsächlich—für eine gewisse Zeit scheint es, als ob durch ihre Anstrengungen eine Ära des Friedens anbrechen würde.
Doch bald darauf erkennen die Menschen, dass sie getäuscht wurden. Der sogenannte Friede, den sie erlangt haben, ist nichts anderes als ein verborgener Same zukünftiger Unruhe—bereit, jederzeit zu keimen und in noch intensiverer Form hervorzubrechen. Der Glanz und Ruhm dieser großen Persönlichkeiten verblasst rasch, und sie verlieren ihre Stellung. Ein anderer wird erhoben, nur um dasselbe Schicksal zu erfahren.
So ist das Schicksal aller weltlichen Vorstellungen von Frieden. Sie versprechen viel, doch sie geben wenig. Ein durch Waffen erzwungener Friede ist ebenso unerquicklich wie ein durch Gesetze auferlegter Friede. Auch soziale und moralische Konventionen besitzen nur begrenzten Wert. In all diesen Fällen wird lediglich das Interesse einer bestimmten Partei geschützt. Weder Gesetze noch Waffen noch Konventionen vermögen das eigentliche Motiv im Herzen zu verändern. Sie können äußere Handlungen kontrollieren, doch sie sind machtlos gegenüber der inneren Ursache.
Eine bloße Unterdrückung von Feindseligkeit darf nicht als wahrer Frieden angesehen werden. Ebenso ist das Zurückhalten eines schlechten Impulses noch lange keine Liebe. Waffen können schützen—doch sie können ebenso unterdrücken. Gesetze können ordnen—doch sie können ebenso missbraucht werden. Und welche Konvention kann denjenigen aufhalten, der entschlossen ist, sie zu brechen?
So sprechen wir von Frieden—doch wir finden ihn nicht. Weder im politischen noch im gesellschaftlichen Leben ist er wirklich vorhanden. Doch bedeutet das, dass Frieden unerreichbar ist? Ist es nicht vielmehr die Bestimmung der Seele, wahren Frieden zu erfahren? Kann das Himmelreich nicht tatsächlich auf die Erde herabkommen?
Ja—wahrer Frieden ist möglich. Doch bisher sind wir gescheitert, weil wir falsche Wege beschritten haben. Frieden ist von göttlicher Natur und kann daher nur durch göttliche Mittel erreicht werden. Weder der Körper noch der ruhelose Geist sind geeignet, ihn hervorzubringen. Ein Frieden, der von diesen beiden ausgeht, ist nicht dauerhaft. Deshalb müssen wir lernen, auf die Stimme der Seele zu hören.
Die Seele ist von Natur aus rein und voller Liebe. Und daher ist der Frieden, der auf den Prinzipien der Seele gegründet ist, der einzige wahre Frieden. Eine Seele, die Gott liebt, liebt alle. Sie schließt niemanden aus.
Die Lehrer dieser göttlichen Liebe werden jedoch häufig missverstanden. Menschen, die an körperliche und weltliche Vorstellungen gebunden sind, sehen in ihren Lehren oft eine Bedrohung für gesellschaftliche Ordnung und moralische Normen. Doch diese Missverständnisse entstehen aus Unwissenheit.
Als Christus sprach:
„Denkt nicht, dass ich gekommen bin, Frieden auf die Erde zu bringen…“,
wollte er nicht Unfrieden predigen, sondern aufzeigen, dass eine auf bloßen weltlichen Beziehungen beruhende Liebe keine wahre Liebe ist.
Ein wahrer Gottgeweihter wird sogar seinem eigenen Vater widersprechen, wenn dieser gegen die göttliche Wahrheit steht. In einem solchen scheinbaren Konflikt liegt in Wahrheit der höchste Frieden. So wie Prahlāda sich seinem Vater widersetzte, um an der Verehrung des Herrn festzuhalten. So wie Arjuna im Auftrag von Śrī Kṛṣṇa im Kurukṣetra kämpfte. So wie Christus selbst, trotz Kreuzigung, um Vergebung für seine Peiniger betete.
Dies ist der paradoxe Charakter des göttlichen Friedens—er kann sowohl im äußeren Frieden als auch im scheinbaren Konflikt gegenwärtig sein. Denn Gott allein weiß, wie wahrer Frieden bewahrt wird.
Das Śrīmad-Bhāgavatam erklärt, dass niemand als wahrer Freund, Vater oder Verwandter gelten kann, wenn er nicht imstande ist, die Seele vor dem endgültigen Untergang zu bewahren. Weltliche Beziehungen sind vergänglich und unsicher. Nur diejenigen, die sich dem Willen des Herrn hingeben, sind unsere wahren Gefährten.
Daher ist göttliche Liebe das einzige Prinzip, das die Menschheit wirklich vereinen kann. Alle Unterschiede werden überwunden, wenn sie in Beziehung zu Gott gestellt werden. Echter Weltfrieden kann nur dann entstehen, wenn wir aufhören, diese Welt als Zentrum unseres Interesses zu betrachten. Solange wir an materiellen Interessen festhalten, bleiben Konflikte unvermeidlich.
Die Seele allein erkennt die wahre Verbindung zu Gott. Und nur wenn wir uns der Führung der Seele unterordnen, kann wirklicher Frieden entstehen. Der Grund, warum Weltfrieden bisher unerreichbar blieb, liegt darin, dass menschliche Führung sich entweder nicht an diese Wahrheit hält oder sie nur oberflächlich anerkennt.
Ein wahrer Führer muss zuerst ein Liebender Gottes sein. Ohne Gottesbewusstsein wird jede Politik—so edel sie auch erscheinen mag—letztlich nur neue Unruhe hervorbringen.
