
(verfasst unter der göttlichen Führung von Śrī Śrīla Shyām Dās Bābā Mahārāj)
Wir müssen Den Prabhupāda als den absoluten Idealismus akzeptieren um das letztendliche Ziel unseres Lebens zu erlangen, das als Kṛṣṇa prema bekannt ist.
tvaṁ naḥ sandarśito dhātrā dustaraṁ nistitīrṣatām
kaliṁ sattva-haraṁ puṁsāṁ karṇa-dhāra ivārṇavam (ŚB 1.1.22)
Wir sind der Überzeugung, dass wir durch das Wirken der Vorsehung Deiner Tugendhaftigkeit begegnet sind, um Dich als Kapitän des Schiffes für jene anzunehmen, die den schwierigen Ozean von Kali überqueren möchten, welcher stets alle guten Eigenschaften eines Menschen zu zerstören droht.
So wie die Weisen von Naimiṣāraṇya Śrīla Sūta Gosvāmī als den perfekten Kapitän des Schiffes akzeptierten, um diesen furchterregenden und gefährlichen materiellen Ozean zu überqueren (weil er ein mahābhāgavata-bhakta war), so möchten auch wir sagen, dass alle die aufrichtig nach der Absoluten Wahrheit suchen Prabhupāda—Gaudiya Goṣṭhī Pati Śrī Śrīla Bhakti Siddhānta Sarasvatī Gosvāmī Ṭhākura Paramaṁsa Jagad Guru akzeptieren müssen als den absoluten Kapitän in unserem Leben, um das endgültige Ziel des Lebens zu erreichen, das kṛṣṇa prema genannt wird.
Gaudiya Goṣṭhī Pati Śrī Śrīla Bhakti Siddhānta Sarasvatī Gosvāmī Ṭhākura Prabhupāda sagte: „Wir werden jedem furchtlos die Wahrheit sagen, ohne jemanden zu täuschen. Wir werden diese Art von Wahrheit sprechen, die wahrhaft allen Lebewesen zum Wohle gereicht, sogar den unangenehmen. Das ist nicht dasselbe wie anderen Angst zu machen. Wir müssen nach der Realität suchen. Wir müssen an das Gute aller Menschen in dieser Welt denken. Mit großer Entschlossenheit müssen wir das tun, was zu unserem eigenen Wohle ist und zum Wohle von anderen. Wenn wir nicht mutig die Wahrheit sprechen, können wir guru und Gaurāṅga nicht zufriedenstellen. Je entschlossener man in hingebungsvollen Dienst ist, desto mutiger und couragierter ist man als Prediger. Wenn ich es versäume, die unparteiische Wahrheit zu sagen, weil ich dadurch unbeliebt werden könnte, habe ich zweifellos den Weg meiner Schülernachfolge verlassen und einen unerlaubten Weg eingeschlagen. Am Ende bin ich entweder betrogen oder zum Atheisten geworden." (Aus Upadeśāmṛta von Śrīla Prabhupāda)
Śrīla Bhakti Rakṣaka Śrīdhara Dev Gosvāmī Mahārāja sagte: „Genau wie auf einem Ozean, auf dem man nichts anderes als Wasser sieht und der Kompass der einzige Wegweiser ist, so sind in der unendlichen Welt die Fußspuren jener großen Seelen, die bereits den Weg des Glaubens und Vertrauens gegangen sind, unsere einzigen Wegweiser. Der Weg wurde durch die Fußspuren jener großen Seelen gekennzeichnet, die in die höchsten Sphären aufgestiegen sind. Das sollte unsere einzige Hoffnung sein.“ Aho! Welch großer Schatz wartet darauf von uns entdeckt zu werden, aber wir versuchen es im Grunde unseres Herzens nicht. Bhakti siddhānta vāṇī ist keine billige Sache, die auf jeden Marktplatz gefunden werden kann. Besonders im gegenwärtigen Zeitalter, wo Kali alle guten Eigenschaften gestohlen hat, ist es sehr schwer die eigentliche Sache (śuddha bhakti) zu bekommen und nicht eine Art von Imitation oder verwässerte Form von bhakti, was derzeit überall zu haben ist.
Śrīla Prabhupāda pflegte zu sagen: „Viele Leute glauben, dass der Pfad des bhakti mit einem weichen Blumenbett bedeckt ist. Blinder Glaube, Disziplinlosigkeit, launisches Verhalten, kein Unterscheidungsvermögen, Sentimentalität und emotionale Ausbrüche werden von ihnen als Mittel für bhakti angesehen. Aus den śāstras und den Worten der ācāryas geht jedoch hervor, dass der autorisierte Weg des bhakti zwar das einzige Mittel ist, um das höchste Ziel des Lebens zu erreichen, aber voller Dornen ist. Besonders in diesem Kali-Zeitalter, dem Zeitalter der Streitigkeiten und Auseinandersetzungen, ist er mit Millionen von Dornen übersät."
Er pflegte auch sehr oft zu sagen: „Versuche nicht die Natur der Wahrheit durch die Erfahrungen deiner eigenen Imagination zu entdecken. Bemühe dich nicht, die Wahrheit durch weltliche Erfahrungen zu erlangen. Fabriziere keine Wahrheiten, um deinen irrigen Neigungen zu frönen, und akzeptiere nichts vorschnell, nur weil es diesen Neigungen entspricht. Betrachte nichts als Wahrheit was „aufgebaut“, oder von einer Mehrheit von Menschen wie dir unterstützt wird, und nichts als Unwahrheit, was von der überwiegenden Mehrheit abgelehnt wird. Den Schriften zufolge gibt es unter einer Million Menschen kaum einen, der die Wahrheit wirklich (von Herzen) verehrt. Was von allen Menschen dieser Welt einstimmig als Wahrheit verkündet wird, kann sich als falsch herausstellen. Daher, höre auf, sich der Wahrheit mit einer herausfordernden Haltung zu nähern. Die Wahrheit entsteht nicht durch solche Arroganz. Man muss sich der Wahrheit im Geiste absoluter Unterwerfung nähern ...“
Śrīla B.G. Narasiṁha Mahārāja pflegte auch zu sagen: „Das ist die Welt in der wir heute leben, meine Freunde. Übertretungen sind zur Norm geworden! Die Leute wollen alles wegwerfen und ihren Standard herabsetzen nur damit sie die Menschen dazu bringen Hare Kṛṣṇa zu chanten. Wenn du keinen philosophischen Geist besitzt, dann wirst du denken: „Ja, das sollten wir tun!“ Warum sollten wir den vier regulierenden Prinzipien folgen? Serviere etwas Wein zum Sonntagsfest und dann bringst du jeden dazu zu chanten! Wenn es Filter an den Zigaretten gibt, was kann es schaden, wenn man ein wenig Rauch einsaugt? Wenn du erst einmal anfängst die Prinzipien herabzusetzen, wo wirst du aufhören? Du wirst erkennen, dass es keinen Halt mehr gibt…“
Sehr oft erklärte Śrīla Paramahaṁsa Jagad Guru Śrī Śrīla Bhakti Pramode Puri Gosvāmī schmerzhaft: „Da rollt eine Welle des Sahajiyasmus in die Westliche Welt und du musst gegen dieses falsche Verständnis predigen.“ Er sagte auch: „Die Standards für das Predigen und dem bhajana wurde in dieser Bewegung schon von Śrīla Bhakti Siddhānta Sarasvatī Ṭhākura Prabhupāda etabliert und wir sollten uns von Sarasvatī Ṭhākura inspirieren lassen und das Notwendige tun.“ Und wieder sagte er: „Gaudiya Maṭh ist gleichbedeutend mit Śrīla Bhaktivinoda Ṭhākura und Śrīla Prabhupāda Bhakti Siddhānta Sarasvatī Ṭhākura, und wir müssen uns gemäß diesen Schlussfolgerungen der Verehrung widmen. Dann werden sie verstehen. Jeder versucht von der Wahrheit auf verschiedene Weise abzuweichen. Sie versuchen andere in die Irre zu führen und verursachen ihren Fall vom hingebungsvollen Leben.“ Er pflegte auch oft zu sagen: „Um śuddha bhakti tatsächlich zu verwirklichen benötigt viele Leben.
Derzeit stellen wir fest, dass große Verwirrung hinsichtlich der tatsächlichen Lehren Prabhupādas herrscht. Es ist eine gefährliche Situation, in der fast jeder versucht, Prabhupāda im wahrsten Sinne des Wortes zu meiden. Genauso wie nicht alle Juweliere über die gleichen Fachkenntnisse oder den gleichen Charakter verfügen, um echte Juwelen von Imitationen zu unterscheiden und den tatsächlichen Wert eines Juwels zu erkennen, können nur reine Vaiṣṇavas zwischen echtem bhaktivinoda dhara und non-bhaktivinoda dhara unterscheiden.
Śrīla Saccidānanda Bhaktivinoda Ṭhākura und Gaudiya Goṣṭhī Pati Śrī Śrīla Bhakti Siddhānta Sarasvatī Gosvāmī Ṭhākura erschienen in dieser Welt mit dem einzigen Ziel, viśuddha caitanya vāṇī in seiner reinsten Form zu etablieren. Aber die meiste Zeit mussten beide viel Blut vergießen, um das reine siddhānta vāṇī vaibhava vor allen möglichen gefährlichen negativen Kräften zu schützen, die ständig versuchen, den absolut reinen Fluss von bhaktivinoda dhara zu verunreinigen. So wie Lord Śiva jī das gesamte Gift des Milchozeans getrunken hat, so erschienen auch diese beiden großen Persönlichkeiten in dieser Welt, um das gesamte Gift zu schlucken, das aus dem Aufschäumen des apasiddhānta sāgara (Ozeans) stammte. Von Zeit zu Zeit treten solche Probleme immer wieder auf.
Śrīla Prabhupāda Bhakti Siddhānta Sarasvatī Ṭhākura pflegte zu sagen: „Reine Dinge sind selten und nicht leicht zu bekommen, daher werden sie nicht sehr geschätzt. Ebenso besteht kein Respekt für diejenigen, die die Menschen nicht irreführen, sondern sich darum bemühen, dass sie sich durch saṅkīrtana und hari-kathā dem Herrn zuwenden. Gegenwärtig ist es in Mode, sich von denen täuschen zu lassen, die im Namen des dharma die Menschen in die Irre führen. Wahre Gottgeweihte sprechen nicht, um ihr Publikum zu erfreuen. Sie betrügen die Menschen nicht. Es ist eher so, dass die reinen Gottgeweihten die die Mängel von Betrügern aufdecken, die Kompromisse lieben. Nur die Leute, die von Glück begünstigt sind, lernen vorsichtig zu sein, nachdem sie die Worte von Heiligen gehört haben. Obwohl die Worte von echten Gottgeweihten vielleicht erscheinen mögen, als würden sie unseren gegenwärtigen Geschmack und Erfahrungen widersprechen, dennoch, sind sie für uns höchst glückverheißend.“
Um Ihnen allen noch deutlicher vor Augen zu führen, in welch gefährlicher Lage sich unser spiritueller Bereich derzeit befindet, möchten wir ein Beispiel anführen, das in diesem Fall besonders gut geeignet ist, um diese Tatsache zu verdeutlichen. Vor etwa 10 bis 15 Jahren gab es eines der größten ökologischen Probleme der Welt, das sich im Golf von Mexiko ereignete. Es galt als eine der größten von Menschen verursachten Katastrophen in der Geschichte Amerikas. Zu jener Zeit berichteten die Zeitungen und Nachrichtensender ununterbrochen über diese große Katastrophe. Unter dem Meer gab es ein riesiges Leck, aus dem Öl austrat. Täglich flossen Zehntausende Liter Öl ins Meer. Viele Experten versuchten, das Loch zu reparieren, aber alle ihre Bemühungen scheiterten. Die Ölgesellschaft erklärte, das Loch liege in einer Tiefe von etwa 1,5 km unter Wasser und sei daher extrem schwer zu reparieren. Alle Geologen waren sich einig, dass es Hunderte von Jahren dauern könnte, bis sich dieses Gebiet wieder erholt und die natürliche Atmosphäre wiederhergestellt ist.
Sicherlich können die meisten von uns nachempfinden, welch großer Verlust und welche Katastrophe dadurch für Mutter Natur entstanden sind und welche weitreichenden Folgen dieser Vorfall (Unfall) für das ökologische Gleichgewicht haben kann. Wir können nur dann etwas empfinden, wenn wir eine Beziehung zu Śrī Guru-Vaiṣṇava-Bhagavān usw. haben. Zum besseren Verständnis ist das folgende Beispiel sehr hilfreich: Es war einmal eine Witwe, die sich allein um ihren Sohn kümmerte. Da sie aufgrund ihrer schweren Aufgabe, mit einem Baby ein reibungsloses Familienleben zu führen, unter zu großem Druck stand, entschied sie sich schließlich, die Hilfe einer Pflegemutter in Anspruch zu nehmen, damit sie etwas Geld für ihren Lebensunterhalt verdienen konnte. Nach einer gewissen Zeit kam sie zurück und wollte ihr Kind wieder zurückhaben, aber die Pflegemutter behauptete nun, das sei ihr Kind und sie könne es nicht zurückgeben.
Dieser Vorfall ereignete sich in einer ländlichen Gegend und es gab keinen Beweis, wer die eigentliche Mutter ist. Also begannen diese beiden Frauen zu streiten und letztendlich beschlossen sie zum König zu gehen um Gerechtigkeit in diesem Fall zu erfahren. Der König war sehr schlau und löste das Problem ganz einfach. Er sagte zu ihnen: „ Da ihr beide Anspruch auf das Kind erhebt, ist die beste Lösung für das Problem, den Jungen in zwei Teile zu schneiden und jedem von euch einen Teil zu geben. Da begann die leibliche Mutter sofort zu weinen – nein, nein, gebt ihr den Jungen. Auf diese Weise erkannte der König, wer die leibliche Mutter war. Genauso können diejenigen, die eine Beziehung zu Gaudiya Maṭh haben, den Schmerz über die Situation empfinden, in der sich unsere gesamte Gaudiya sampradāya derzeit befindet, aber wie können diejenigen, die keine Beziehung zu Gaudiya Maṭh haben, das empfinden? Wie fühlen wir, wenn der göttliche Ozean von Bhakti Siddhānta Vāṇī Vaibhava verschmutzt wird, wie es im Fall des Ozeans in New Mexico geschehen ist?
Das göttliche aprākṛta vāṇī, das durch den heiligen Lotosmund von Śrīla Sarasvatī Ṭhākura Prabhupāda manifestiert wurde, kann mit den Worten keines Menschen auf dieser Welt verglichen werden. Und all jene (unsere Gaudiya guru-vārga), die diese göttliche transzendentale vāṇī wirklich getrunken und verdaut haben, können niemals auch nur einen Zentimeter von den Lotosfüßen Śrīla Bhakti Siddhānta Sarasvatī Ṭhākura Prabhupādas abweichen. Deshalb können wir uns nur vorstellen, wie sich diese reinen Geweihten fühlen müssen, wenn sie die gegenwärtige schmerzhafte Situation in unserem Gaudiya-Feld der Hingabe beobachten.
So wie es scheinbar eine äußerst sündhafte Tat von Hanumān jī war, ganz Laṅkā niederzubrennen, nur um die Interessen von Lord Rāmacandra zu schützen, so erscheint auch die heftige aprākṛta hari-kathā der reinen guru-Vaiṣṇavas als äußerst gewalttätig, doch ihr einziges Ziel ist es, caitanya vāṇī zu schützen und zu bewahren. Deshalb wurde die Tat von Hanumān jī vom Herrn selbst als das höchste seva angesehen, und ebenso haben all diese Hüter von caitanya vāṇī die volle Zustimmung von Lord Caitanya Persönlich, der es als den höchsten seva ansieht, caitanya vāṇī aufrecht zu erhalten und zu schützen. Nur wir missverstehen guru-Vaiṣṇavas, wenn sie heftige Worte wählen, um die Situation zu korrigieren.
Deshalb müssen wir alle aufrichtig zum Herrn und insbesondere zu Śrīla Bhaktivinoda Ṭhākura und Śrīla Prabhupāda Bhakti Siddhānta Sarasvatī Ṭhākura beten, damit sie uns aus ihrer grundlosen kripa vor Missverständnissen über die reine Sarasvat Gaudiya Vaiṣṇava Siddhānta und den reinen Sarasvat Gaudiya Guru-Vaiṣṇava bewahren. Andernfalls könnten wir alle in die Hölle kommen.
"Śrī Gauḍīya Maṭh kann und hat tatsächlich nichts mit denen gemeinsam, die sich doppelzüngig der Gauḍīya Maṭh anschließen, um göttliches Wissen für ihre eigenen egoistischen Zwecke zu missbrauchen. Vorgetäuschtes dīkṣā und das Erlangen göttlichen Wissens sind niemals ein und dasselbe. Śrī Caitanya und Seine aufrichtigen Geweihten sind ewig in der Śrī Gauḍīya Maṭh gegenwärtig. All jene Eulenmenschen, die unfähig sind, das Licht zu sehen, werden māyāvādīs, karmīs und eigensinnige Nicht-Geweihte genannt.“ (aus dem Brief von Śrīla Prabhupāda Bhaktisiddhānta Sarasvatī vom 20. Oktober 1928)
Gaura Harī Harī Bol
