Śrī Śrīla Bhakti Siddhānta Sarasvatī Gosvāmī Ṭhākura Prabhupāda

Eine Übersicht des Artikels: Aus dem Śrīmad Bhāgavat Jī Mahā-Purāṇa erfahren wir, dass Paramahaṃsa Ācārya Śrī Śrīla Śukadeva Gosvāmīpada seinen Schüler Śrīla Parīkṣit Mahārāja auf folgende Weise würdigt:
śrī-śuka uvāca
varīyān eṣa te praśnaḥ
kṛto loka-hitaṁ nṛpa
ātmavit-sammataḥ puṁsāṁ
śrotavyādiṣu yaḥ paraḥ
Im vorangegangenen Kapitel fragt König Parīkṣit Śrī Śukadeva: „Was ist die Pflicht eines Sterbenden, um svarūpa-siddhi zu erlangen? „Was kann das Thema, der Gegenstand des bhajana sein kann – das man hören, singen, erinnern und verehren sollte – und welche Handlungen sollten unterlassen werden?“ Daraufhin antwortete Śrī Śukadeva: „Oh König! Diese noble Frage ist für alle Menschen von Nutzen und frei von materiellen Mängeln, denn diese Frage wird sogar von jenen ātmavit-muktakula [Versammlung derer, die im ātma-tattva verankert und absolut befreit sind] gebilligt, die an deinem Hof weilen.“ Wenn srī sat-guru mit dem sat-śiṣya vollkommen zufrieden ist, kann der betreffende Schüler die pari-pūrṇa bhagavata kṛpā erlangen. Paramahaṃsa sat-guru betrachtet sich selbst niemals als guru; vielmehr betrachtet er gemäß seines göttlichen darśana den śiṣya als guru. DER PRABHUPĀDA, verherrlichte Śrīman Atula Candra Vandyopādhyāya Bhakti Sāraṅga [der unter dem Namen Śrī Śrīla Bhakti Sāraṅga Gosvāmī Mahārāja bekannt ist] – einen seiner treuen, aufrichtigen guru-devatātmā-Schüler – als einen echten Gosvāmī und zwar aus dem folgenden, unten dargelegten, unumstößlichen Grund, um uns seine göttlichen Eigenschaften als Lehre vor Augen zu führen. Eine wunderbare aprākṛta Freude kann entstehen, wenn srī sat-guru und sat-śiṣya Eins werden.
Dieser Artikel erschien erstmals in der „Daily Nadiyā Prakāśa“ – 3. Jahrgang, Ausgabe Nr. 283, herausgegeben von Śrī Caitanya Maṭha, am 25. Māgha 1335 des bengalischen Kalenders, dem 7. Februar 1929, Donnerstag – unter der Herausgeberschaft von Pratna-vidyā-alaṅkāra Śrī Śrī Pramoda Bhuśaṇa Cakravarttī (oder Śrīpāda Prāṇavānanda Brahmacārī oder Śrī Śrīla Bhakti Pramoda Puri Gosvāmī Mahārāja).
Wer, im weiten Land Bhārata-varṣa – von der fernen Region Kāśmīra nahe den hohen Gipfeln des Himalayas bis hin zu den Ufern des Indischen Ozeans – kennt Bhakti Sāraṅga Prabhu nicht? Obwohl er Leiter der Redaktion der Zeitschrift „Gauḍīya“ ist, ist er dennoch kein gewöhnlicher bezahlter Angestellter. Er ist die großmütigste Persönlichkeit und der höchste brāhmaṇa in der erblichen Linie von Śrī Nityānanda Prabhu – der niemals abhängig war vom bhikṣā irgendeines śūdras.
So wie auch heute, lässt sich feststellen, dass in diesen verschiedenen Zweigen von Śrī Nityānanda in Bezug auf das soziale Verhalten eine Art Vermischung mit den śūdras vorlag; doch in der Erblinie von Śrī Bhakti Sāraṅga Prabhu lässt sich bis heute keine Degradierung feststellen, noch wurde sie jemals von irgendetwas Ungewöhnlichem berührt, das ihrer göttlichen Aristokratie zuwiderlaufen könnte.
Dennoch wollte er niemals seine Überlegenheit als die höchste Persönlichkeit in der smārta-Gesellschaft etablieren, da es dem śuddha-bhakti widersprechen würde. Seine göttliche Aristokratie und die Überlegenheit seiner Familienlinie konnten ihn nicht vom Pfad des bhakti abbringen und ihn zu einem Anhänger des Pfades der Sinnesbefriedigung (Essen und Schlafen) machen.
In der Versammlung dieser sogenannten brāhmaṇas von Kāśī hielt er es nicht für notwendig, um gemeinsam mit ihnen im Gleichklang diese Vaiṣṇavas zu verleumden, da er wusste, dass dies nichts anderes wäre sich gegen das paramārtha (letztendliche Wahrheit – Anm. d. Übers.) zu richten.

Das grundlose Bestreben von Śrī Bhakti Sāraṅga Prabhu ist den Lesern der Zeitschrift „Gauḍīya“ keineswegs unbekannt – seine Bemühung, die Herzen von gewissen paṇḍitas aus Bhaṭṭa-pallī zu läutern, die aus unnötigem Neid und Gotteslästerung gegenüber Śrī Gaurasundara eine falsche Konzeption von Śrī Kṛṣṇa-Caitanya Deva entwickelt hatten, der das verehrungswürdige Objekt von Śrī Bhakti Sāraṅga Prabhu ist und ihm lieber ist als sein eigenes Herz.
Śrī Bhakti Sāraṅga Prabhu ist das strahlende Juwel in der Linie von Śrī Nityānanda Prabhu. Sein vairāgya ist die absolute Manifestation des von Śrī Nityānanda Prabhu verkündeten Pfades. Obwohl er im gṛhastha-dharma verankert ist, wie es in jenen śāstras vorgeschrieben ist, ist er dennoch ein aprākṛta (echter) Gosvāmī und von Natur aus von allem, was keinen Bezug zu Kṛṣṇa hat, losgelöst. Alle diese sevakas der Śrī Caitanya Maṭha und deren achtundzwanzig Zweige, angeführt von der Śrī Gauḍīya Maṭha, erkennen Bhakti Sāraṅga Prabhus göttliche guṇas [Eigenschaften] an und sind ihm absolut treu ergeben.
Jeder – sei es ein regelmäßiger Leser der Zeitschrift „Gauḍīya“ oder jemand, der die tridaṇḍi-Prediger unterstützt – weiß um die Fähigkeiten von Śrī Bhakti Sāraṅga Prabhu in den Sprachen Sanskrit, Englisch und Bengali; so viele Menschen sowohl in Ārya-avartta als auch in Dākṣiṇātya – das heißt von den großen Himalayas bis hin zu den Ozeanen – sind sich seiner vagmitā [Beredsamkeit] bewusst.
Die glücklichen Bewohner von Gauḍa-deśa [Bengalen] haben mehr oder weniger seinen absolut reinen Charakter, das absolut makellose bhāva seines Herzens, seine aikāntikatā [ausschließliches bhāva] für Kṛṣṇa und seine unendliche Liebe zu Śrī Gaurasundara miterlebt.
Von den frühen Morgenstunden bis spät in die Nacht gilt seine absolute enthusiastische Gemütsstimmung allein der Gemeinschaft der Gauḍīya Vaiṣṇavas; durch seinen unvergleichlichen Geist der Hingabe an Kṛṣṇa und die Kāṛṣṇas (Kṛṣṇa-Geweihte) wird er seinem Namen „Atula“ [„beispiellos“] gerecht.
Er hat die Ursache dieser Flecken des Mondes beseitigt, und anstelle dieser Flecken [kalaṅka] fand er im ekāyana-Kanal (auf einen einzigen Weg ausgerichtet sein -- sprich Guruparampara ohne Abweichung folgen -- Anm. d. Übers.) des kṛṣṇa-prema-Kalaṅkinī [Śrīmatī Rādhārāṇī] die vollkommene Erfüllung. Aus diesem Grund haben sogar die Flecken, die dem kühlenden Licht verströmenden Mond zugeschrieben werden, den wahren Erfolg seiner (des Mondgottes) Eigenschaft in Atula „Candra“ gefunden, der sich ganz Gauracandra verschrieben hat.
Er ist der upādhyāya [Lehrer] dieser vandya [verehrten] Vaiṣṇavas. Er ist der einzige Retter der ṛṣi-nīti [des Idealismus der großen ṛṣis]. Seine von ganzem Herzen unternommenen Bemühungen sind die belebende Kraft des Parā-Vidyāpiṭha [der Schule der absoluten Bildung] der Śrī Caitanya Maṭha. Er ist Gosvāmī-kula-dhurandhara [die herausragende Persönlichkeit in der Linie jener Gosvāmīs], und er selbst ist ein aprākṛta [echter] Gosvāmī.
Weil er bhakti-sāra, derjenige ist, der die Essenz der bhakti zu erfassen vermag und pāradarśī, der höchst Befähigte und besonders Kompetente ist, erkannten jene reinen Gottgeweihten im göttlichen Namen Bhakti Sāraṅga eine machtvolle Verkündigung [nirghoṣa] – eine Bezeichnung, die seinen göttlichen svarūpa zum Ausdruck bringt. Die reine Vaiṣṇava-Gemeinschaft ist wie gebannt, wenn sie die Schönheit der göttlichen Lotosfüße dieses pāramārthika-pravara [des herausragendsten unter den pāramārthika-Persönlichkeiten] betrachtet.
Er ist einer der führenden Sekretäre der Śrī Viśva Vaiṣṇava Rāja Sabhā. Er ist einer der beiden Herausgeber des Śrīmad Bhāgavatam der Śrī Gauḍīya Maṭha. Er ist der Führende unter den idealen Persönlichkeiten der reinen Vaiṣṇava-Gemeinschaft und steht stets in der Tradition jener Śrī Rūpānuga-Vaiṣṇavas; daher verdient er die Verehrung der ganzen Welt.
