Eine besondere Wohnstätte für die weiblichen Gottgeweihten

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Am 21. September 1925 hielt Śrīla Bhaktisiddhānta Sarasvatī Prabhupāda vor den im Gauḍīya Math versammelten Anhängern einen langen Vortrag darüber, wie man ein vorbildliches Leben in Hingabe führt. Es folgt ein Auszug aus diesem Vortrag:

Bitte seht alles in dieser Welt als Ingredienzen an, die zum Dienst Kṛṣṇas bestimmt sind; alles in dieser Welt  existiert in der Tat für den Dienst an Kṛṣṇa. Bitte betrachtet das gesamte weibliche Geschlecht als geliebte Gefährtinnen Kṛṣṇas und helft ihnen, sich stets im Dienst Kṛṣṇas zu engagieren. Bitte nehmt sie nicht als Objekte eurer Sinnesbefriedigung wahr. Sie sind dazu bestimmt, von Kṛṣṇa genossen zu werden; die Lebewesen dürfen sich niemals an sie erfreuen. Bitte betrachtet eure Väter und Mütter nicht als Mittel zur Befriedigung eurer eigenen Sinneslust, sondern als Kṛṣṇas Väter und Mütter. Bitte betrachtet eure Söhne nicht als Mittel zur Befriedigung eurer eigenen Sinneslust, sondern als Teil der Gruppe der Diener von Bāla Gopāla.

Bitte lasst euren Blick über den Kadamba-Baum, den Fluss Yamunā und sein sandiges Ufer schweifen und seht die Schönheit des Vollmonds. Ihr werdet keine weltlichen Gefühle mehr haben; ihr werdet Goloka sehen, und die Schönheit Golokas wird sich in eurem Zuhause manifestieren. Dann werdet ihr keine materiellen Gefühle mehr für euer Zuhause hegen. Ihr werdet von den Neigungen des Familienlebens befreit sein. An vielen Orten werden derzeit unsere Mathas errichtet, und viele sannyāsīs, vānaprasthas, gṛhastas und brahmacārīs leben dort dauerhaft und empfangen die Gelegenheit, hingebungsvolles Verhalten zu erlernen. Aber wir bemühen uns schon seit langer Zeit, auch den Müttern [Frauen] die Möglichkeit zum hingebungsvollen Dienst zu geben. Natürlich brauchen diejenigen, die in ihrem eigenen Zuhause die Ausstattung und Gelegenheit zum hingebungsvollen Dienst haben, keine separate Unterkunft. Doch sehr oft hören wir, dass viele von ihnen aufgrund schlechter Gemeinschaft in ihrem hingebungsvollen Dienst behindert werden.

Es wäre für sie von großem Nutzen, wenn wir in Śrīdhām Māyāpura, in der Nähe der Residenz von Śrīman Mahāprabhu, Śrī Viṣṇupriyā Palli [„palli“ bedeutet „Nachbarschaft“] errichten könnten, damit sie dort getrennt von ihren Familien leben und hingebungsvollen Dienst ausführen können. Sie gehören eigentlich zur Gruppe von Śrī Viṣṇupriyā Devī [der Ehefrau Mahāprabhus, die in Nabadwip zurückblieb, als Er sannyāsa annahm]. Daher ist es angemessen, dass sie im Haus von Śrīman Mahāprabhu leben und Ihm unter dem Schutz von Śrī Viṣṇupriyā Devī dienen. Dort sollte es für sie keine schlechte Gemeinschaft und keine weltliche männliche Gemeinschaft geben. Nur wenige Gottgeweihte wie Īśān [der alte Gottgeweihte, der Diener, der sich nach Mahāprabhus Weggang um Śrī Śacīdevī und Śrī Viṣṇupriyā Devī kümmerte] dürfen in einiger Entfernung bleiben und sich um sie kümmern.

Eine solche vorbildliche Nachbarschaft ist notwendig, damit die Mütter [Frauen] jeden Tag die Schriften lesen, miteinander über Themen der Hingabe sprechen und iṣṭa-goṣṭhī darüber abhalten können, damit sie auf jeglichen Luxus verzichten, ein vorbildliches, heiliges Leben führen, stets den heiligen Namen chanten und sich um die Einzelheiten im Dienst an Śrīman Mahāprabhu kümmern, damit sie ihm in jeder Hinsicht dienen können.

Aus Seite 339 von „Saraswati Jayaśrī“, herausgegeben von Śrī Sundarananda Vidyavinode. Übersetzt und veröffentlicht in „Prabhupāda Saraswati Thakur“, Seite 32–33. Mandala Publishing. Eugene, Oregon. 1997

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