13. Die Erlösung von Jagai und Madhai

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Ich bringe meine demütige Ehrerbietung den Lotosfüßen von Śrī Caitanya und Śrī Nityānanda dar, deren lange Arme bis zu den Knien reichen. Ihre Hauttönung ist strahlend wie geschmolzenes Gold. Sie haben des gemeinsamen Chanten der Heiligen Namen von Kṛṣṇa eingeführt. Ihre erlesenen länglichen Augen sind wie Lotosblüten. Sie erhalten das gesamte Universum, Sie sind die allerhöchsten brāhmaṇas, die Beschützer der religiösen Prinzipien in diesem Zeitalter, die Wohlmeinenden des ewig lebenden Lebewesens und die Verkörperung von Barmherzigkeit und Großmut. 

Alle Ehre sei Śrī Gaurasundara! Alle Ehre sei Śrī Nityānanda, den alle dienen! 

Śrī Caitanya vollführt immer Seine Spiele in Navadvīpa, aber sie sind nicht für jedes Auge sichtbar. In jener Zeit sahen die Leute von Navadvīpa den Herrn weiterhin als Nimāi Paṇḍita; jede Veränderung in den Aktivitäten des Herrn oder Charakter war für sie nicht wahrnehmbar. Der barmherzige Herr offenbarte jedoch Sich Selbst den von Glück begünstigten Geweihten, gemäß ihren Verwirklichungen im Hingebungsvollen Dienst. Vor der äußeren Welt der Materialisten verbarg Er Sich.  

Eines Tages äußerte der Herr unvermittelt gegenüber Nityānanda und Haridāsa Ṭhākura ein bestimmtes Gefühl. „Hört Nityānanda und Haridāsa, macht euch auf Reisen und erzählt den Leuten von Meinen Lehren. Geht in jedes Haus und bittet jeden um folgendes: 'Chantet Kṛṣṇas Namen, verehrt Ihn und kultiviert die Wissenschaft von Kṛṣṇa Bewusstsein.' Wiederholt nur das und bringt sie dazu nur Kṛṣṇas Namen zu chanten. Am Ende des Tages kommt zu Mir und erstattet Mir Eure Berichte. Zu denjenigen, die eure Bitten nicht erfüllen, werde Ich persönlich gehen und sie mit Meinen Sudarśana Chakra in Stücke schneiden.“ 

Die Vaiṣṇavas amüsierten sich sehr, als sie die Befehle des Herrn hörten und es war keine Frage, ob jemand versuchen würde, etwas daran zu ändern. Bedenkt man, dass Nityānanda diese Anweisungen mit dem höchsten Respekt akzeptiert hatte, dann ist jeder, der sie missachtet verrückt. Wenn jemand nur Advaita Ācārya dient, aber Śrī Caitanya nicht verehrt, dann wird Advaita Ācārya Selbst ihn vernichten. 

Nityānanda und Haridāsa Ṭhākura, die beiden Herren, waren in glückseliger Stimmung unterwegs, mit Śrī Caitanyas Befehl, als ihre höchste Inspiration. Sie besuchten jedes Haus, sie gingen in Nadja überall umher und forderten alle auf: „Chantet den Heiligen Namen von Kṛṣṇa und verehrt Ihn. Er ist die Zuflucht und der Freund eines jeden und der am höchsten geschätzten Reichtum; praktiziert Kṛṣṇa Bewusstsein mit ungeteilter Entschlossenheit.“ 

In der Robe der Entsagung näherten sie sich den Haushältern. Viele von ihnen luden sie zum Essen ein, aber sie erwiderten immer: „Wir bitten euch nur den Namen Kṛṣṇas zu chanten, Ihn zu verehren und hingebungsvollen Dienst zu kultivieren.“ 

Das war das einzige, das sie immer wieder sagten, als sie sich auf den Weg machten. Die Frommen empfingen ihre Unterweisungen mit Vertrauen und Glauben und beeindruckt von ihrer körperlichen Ausstrahlung, erwiderten sie vergnügt: „Das werde ich tun, das werde ich tun.“ 

Jemand anderer sagte: „Ihr zwei seid durch die falschen Ratschläge anderer geistig verwirrt. Ihr seid wegen schlechter Gesellschaft verrückt geworden. Warum seid ihr gekommen, um uns mit eurer Verrücktheit anzustecken. Brave und gesunde Menschen sind durch den schlechten Einfluss von Nimāi Paṇḍita verrückt geworden.“ 

Diejenigen, denen nicht erlaubt wurde in Śrīvāsa Paṇḍitas Haus einzutreten und Lord Caitanyas Tanz während der kīrtanas zu sehen, reagierten unverschämt auf das heilige Paar. Sie schrien: „Schlagt sie! Schlagt sie!“ Andere sagten wieder: „Vielleicht sind diese beiden Informanten von Banditen und unter einem Vorwand und ihres Gewandes wegen, sammeln sie Informationen. Warum sollten heilige Männer sich auf diese Weise verhalten? Wenn sie noch einmal kommen, werde ich sie dem Gesetz ausliefern.“ 

Diese Kommentare amüsierten Nityānanda und Haridāsa Ṭhākura, Sie fühlten sich nicht verletzt oder entmutigt. Sie fuhren einfach jeden Tag fort Śrī Caitanyas Botschaft zu predigen und nach ihrer Rückkehr erstatteten sie Śrī Caitanya Bericht. 

Eines Tages liefen Ihnen zwei durch und durch berauschte Trunkenbolde über den Weg. Beide waren von riesiger Körpergröße und sahen aus wie die schlimmsten Piraten. Die Geschichten ihrer schlechten Taten waren endlos und es gab keine Sünde, die sich nicht begangen hatten. Obwohl sie in brāhmaṇa Familien geboren waren, tranken sie Alkohol und aßen Rindfleisch, raubten, stahlen und zündeten die Häuser anderer Leute an. Sie gehorchten nicht den Verfügungen des Gerichts, die gegen sie erhoben wurden und immer vermieden sie es vor den Gesetzesvertretern zu erscheinen. Den ganzen Tag waren sie mit ihren üblen Aktivitäten beschäftigt. 

Die zwei Säufer wälzten sich auf den öffentlichen Straßen umher und wenn einer den anderen überraschte, dann hämmerte er mit seinen Fäusten auf ihn ein. Die Leute beobachteten diesen Spaß, aber sie hielten sich immer auf Abstand. Gerade dann kamen Nityānanda und Haridāsa vorbei. 

Die zwei Trunkenbolde umarmten sich manchmal liebevoll und im nächsten Augenblick zogen sie sich gegenseitig an den Haaren. Sie beschimpften sich gegenseitig mit den schmutzigsten und ausfälligsten Ausdrücken und zogen den guten Namen der brāhmaṇa Klasse in Grund und Boden herab. Berauschung kann das Leben und den Charakter eines jeden ruinieren. 

Obwohl sie jede vorstellbare Sünde begangen hatten, waren sie immer noch frei von Vergehen gegen Vaiṣṇavas. Sie waren einfach immer berauscht und sie hatten noch keine Gelegenheit gehabt Vaiṣṇavas zu kritisieren. 

Eine solche Gesellschaft, in der Vaiṣṇavas beleidigt werden, kann aus sehr frommen Personen bestehen, ihr gutes Schicksal wird jedoch durch den vaiṣṇava-aparādha vermindert. Sogar wenn eine Versammlung von Entsagten und sannyāsīs Vergehen gegen Vaiṣṇavas begeht, dann ist so eine Versammlung weniger religiös als eine Gruppe von Säufer. Für Trunkenbolde besteht immer noch die Chance von Erlösung, aber für solche, die Vaiṣṇavas kritisieren, gibt es keine Hoffnung auf Befreiung. 

Obwohl sie die Schriften studieren, werden diese Personen nicht geläutert und zusätzlich werden sie verdammt, wenn sie Nityānanda kritisieren. 

Die beiden Säufer waren immer noch ziemlich berauscht, als Nityānanda und Haridāsa sie aus einer gewissen Entfernung sahen. Nityānanda wendete Sich an einen aus der Menschenmenge auf der Straße. „Wer sind diese beiden Männer, warum verhalten sie sich so?“ 

Sie antworteten: „Gosāñi, sie sind brāhmaṇas und haben brave und edle Eltern, die aus einer sehr guten und aristokratischen Familie stammen. Ihre Familie geht auf viele Generationen in Navadvīpa zurück und hat eine makellose Reputation. Nichtsdestoweniger, diese beiden sind die schwarzen Schafe ihrer Familien und von Anfang an haben sie alle Arten von sündhaften Tätigkeiten begangen.“ 

„Als ihre Familie und die Gesellschaft ihren Charakter erkannt hatten, wurden sie geächtet und seit dieser Zeit leben sie unabhängig als Ausgestoßene in der Gesellschaft von anderen Trinkern. Sie terrorisieren alle Einwohner von Navadvīpa. Alle fürchten, dass sie das nächste Ziel ihres Brandschatzens und Plündern sein könnten. Jeder weiß, dass sie zu allem und alles fähig sind.“ 

Als Nityānanda den Sachverhalt über diese beiden Schurken hörte, schmolz Sein Herz. Sofort spürte Er großes Mitgefühl für sie und begann nachzudenken, wie Er sie retten könnte. Er dachte: „Śrī Caitanya inkarnierte nur deswegen, um die am meisten gefallen Seelen zu befreien und zu retten, wer ist gefallener, als diese beiden?“ 

„Der Herr erschien und verbarg Seine wahre Identität, aber das gewöhnliche Volk war sich dessen nicht bewusst und verspotten Ihn törichterweise. Wenn Mein Herr diesen beiden barmherzig ist und sie rettet, dann wird die ganze Welt Seine Höchste Kraft anerkennen. Ich, Nityānanda, kann erst dann beweisen ein wahrer Diener von Śrī Caitanya zu sein, wenn Ich Meinen Herrn überrede, in diesen beiden ihr ursprüngliches Kṛṣṇa Bewusstsein zu erwecken.“ 

„Sie sind jetzt so betrunken, dass sie nichts wahrnehmen, nicht einmal sich selbst. Wenn sie in ähnlicher Weise in das Chanten der Namen von Kṛṣṇa vertieft sein könnten und den Namen Meines Herrn rufen würden, dann wäre Mein Predigen und Mein Reisen erfolgreich.“ 

Die Leute, die jetzt in der Gaṅgā ein Bad nehmen wollen, lassen jetzt aus Angst, dass die Schatten dieser beiden Sünder auf sie fallen könnten, ihre Kleidung an. Wenn Ich, durch die Barmherzigkeit von Śrī Caitanya, ihren gegenwärtigen Zustand läutern und umkehren könnte, dann, hätten die Leute bei ihrem erneuten Anblick das Gefühl, dass sie so sauber sind, als hätten sie ein Bad in der Gaṅgā genommen. Erst dann werde ich wahrlich Meinem Namen würdig sein. 

Śrī Nityānandas Herrlichkeit und Barmherzigkeit sind unergründlich. Er ist nur erschienen, um die gefallensten Seelen zu retten. Nachdem Er darüber sinnierte, äußerte Er gegenüber Haridāsa Ṭhākura Seine Ideen. „Wie scheußlich sie sind! Obwohl sie in einer brāhmaṇa Familie geboren wurden, sind sie so ausschweifend. Sie können auf keinen Fall der schlimmsten Form einer höllischen Strafe entkommen.“ 

„Den muslimischen Wachen, die dich fast zu Tode peitschten, hast du vergeben. Nun, im Fall dieser beiden, wenn du mit ihnen Mitgefühl hast, dann werden sie gewiss gerettet. Der Herr wird sicher zustimmen, wenn du Ihn in ihrem Namen bittest. Der Herr Selbst hat gesagt, dass Er Dir nichts abschlagen kann, Haridāsa. Lass die ganze Welt die Großmut unseres Herrn sehen, dass Er der Retter sogar von diesen beiden ist. Genau wie das Bhāgavatam die Befreiung Ajāmilas besingt, lass alle drei Welten Zeuge sein von etwas, das genauso einzigartig ist!“ 

Haridāsa Ṭhākura ist mehr als vertraut mit Nityānandas Natur, also dachte Er, dass diese beiden Sünder schon so gut wie gerettet sind. Haridāsa sagte: „Höre mein Herr. Dein Wunsch ist gewiss der Wunsch des Herrn. Du betrügst mich, indem Du sagst, dass ich zum Herrn sprechen kann, weil ich ein Tier bin und dass ich es nötig habe, betrogen zu werden. Du machst das immer wieder, nur um mir meine niedere Stellung zu lehren.“ 

Wohlwollend lächelnd umarmte Nityānanda Haridāsa und sprach sanft. „Lass uns nun diesen beiden Trunkenbolde die Botschaft des Herrn mitteilen, der Zweck weswegen wir durch die Straßen wandern. Der Herr hat uns unterwiesen jedem zu sagen und besonders den gefallenen Personen, dass sie Kṛṣṇas Namen chanten sollen. Unsere Pflicht ist es einfach Seine Botschaft zu wiederholen, ob sie ihr folgen oder nicht hängt vom Herrn ab.“ 

Nachdem sie die Sache beschlossen hatten, gingen sie zusammen in die Richtung der beiden Trunkenbolde. Die frommen und heiligen Personen, die in der Nähe waren, versuchten sie davon abzubringen: „Wagt euch nicht in ihre Nähe, wenn sie euch fangen, dann könnt ihr sogar euer Leben verlieren! Wir leben in Angst vor ihnen, wie könnt ihr den Mut aufbringen sich ihnen zu nähern? Ihr könnt nicht erwarten, dass sie die heilige Stellung eines sannyāsī verstehen. Diese beiden morden brāhmaṇas und schlachten Kühe.“ 

Freudig und ohne sich abschrecken zu lassen, setzten sie ihren Weg in Richtung der Sünder fort und chanteten Kṛṣṇas Namen. Als sie nahe genug waren, dass sie die Botschaft von Śrī Caitanya hören konnten, riefen sie aus: „Chantet Kṛṣṇas Namen, verehrt Ihn, denn der Herr ist euch so lieb wie Mutter und Vater. Er ist der wunderbarste Schatz des Herzens. Er ist in dieser Inkarnation nur euch zuliebe erschienen, also gebt all eure sündhaften Aktivitäten auf und ergebt euch dem barmherzigen Herrn.“ 

Als die beiden Trunkenbolde die Stimmen hörten, hoben sie ihre Köpfe und ihre Augen waren vor Raserei blutunterlaufen. Sie erkannten, dass die Stimmen den sannyāsīs gehörten und sie schrien vor Wut, 'fang sie! Fang sie!' und sie machten sich bereit, sie zu fangen. Haridāsa und Nityānanda zogen sich hastig zurück, als sie von den zwei schreienden Trinkern verfolgt wurden, deren Schreie für die beiden sannyāsīs scheußlich und furchterregend waren. 

Die Menge begann zu reden: „Wir haben sie vorher gewarnt, aber sie beachteten uns nicht und nun finden sie sich in einer schrecklichen Situation wieder.“ Innerlich jedoch zogen die Atheisten Vergnügen daraus und dachten boshaft: „Diese Scharlatane wurden angemessen von Lord Nārāyaṇa bestraft.“ Die frommen brāhmaṇas riefen aus: „Oh Kṛṣṇa! Rette sie! Rette sie!“ Alle flohen den Ort der Angst. 

Die zwei Gauner verfolgten die beiden Heiligen und obwohl sie schrien 'Fang sie! Fang sie!', waren sie ihnen immer noch nicht näher gekommen. Nityānanda sagte: „Mein lieber Vaiṣṇava, Haridāsa, wir haben uns in einen schönen Schlamassel gesetzt, wir können uns glücklich schätzen, wenn wir lebendig aus dieser Situation herauskommen!“ Ṭhākura Haridāsa erwiderte: „Oh Herr, was nützt es nun zu reden. Weil wir nach Deinem Rat gehandelt haben, sehen Wir nun einen unnatürlichen oder gewaltsamen Tod entgegen. Wegen Dir haben wir diesen beiden ungläubigen Trunkenbolden Unterweisungen über den Heiligen Namen von Kṛṣṇa gegeben und nun ernten wir als Reaktion und Strafe: Tod!“ 

Lord Nityānanda und Haridāsa liefen auf diese Weise weiter und lachten vergnügt, während die beiden Schurken ihnen nachjagten und lauthals beschimpften. Die Körper der Trunkenbolde waren hässlich und fett, es war also für sie beschwerlich sich zu bewegen; dennoch rannten sie immer weiter hinter Haridāsa und Nityānanda her und schrien. „Oh Brüder, was glaubt ihr, wo ihr hinkönnt? Wie wollt ihr heute Jagāi und Mādhāi entkommen? Ihr scheint nicht zu wissen, dass Jagāi und Mādhāi sich hier in dieser Gegend aufhalten, also bleibt eine Weile und macht euch nett mit diesem Platz bekannt.“ Diese Worte spornten Haridāsa und Nityānanda noch weiter an und sie chanteten immer weiter: „Rette uns Kṛṣṇa! Rette uns Kṛṣṇa! Oh Govinda!“ 

Haridāsa sagte zu Nityānanda: „Lord Kṛṣṇa rettete mich vor einer Weile aus den grausamen Händen meiner muslimischen Folterknechte, aber heute, durch die unruhige Natur meines Begleiters und der fehlenden reifen Intelligenz stehe ich kurz vor meinem endgültigen Ende.“ 

Lord Nityānanda erwiderte: „Du hast unrecht, diese Unruhe ist nicht Meine wahre Natur, sie manifestiert sich auf diese Weise durch die spirituellen Ekstasen deines Meisters, Śrī Caitanya. Obwohl Er ein brāhmaṇa ist, gibt Er Befehle wie ein König. Wegen Seiner Befehle gehen wir von Tür zu Tür, obwohl Ich noch nie von jemandem gehört habe, der solche Befehle erteilt. Während wir Seinen Befehl ausführen, bezahlen uns die Leute mit scharfen, beleidigenden Worten und falschen Anschuldigungen. Wenn wir Seine Befehle nicht ausführen sind wir erledigt und wenn wir es tun, dann ist das gegenwärtige Dilemma unsere Antwort. Du suchst einen Schuldigen für all das und greifst Mich heraus, aber in Wirklichkeit hat dein Meister auch Seinen Anteil daran!“ 

Die zwei setzten ihren lustigen mündlichen Schlagabtausch mit großem Vergnügen fort, während sie von den zwei betrunkenen Gaunern verfolgt wurden. Sie schlugen die Richtung zum Haus von Śrīvāsa Paṇḍita ein und die zwei Schurken blieben zurück, die verwirrt durch ihre Berauschung immer im Kreis liefen. Sie hatten keine Ahnung, wo diese beiden Heiligen hingegangen waren; also gaben sie die Verfolgung auf und schlurften davon. 

Nityānanda und Haridāsa, drehten sich um, nachdem sie sich ein wenig ausgeruht hatten, um zu sehen, ob die Schurken sie immer noch verfolgten. Sie standen auf, umarmten lachend einander und gingen zu Śrī Caitanya. 

Sie fanden Lord Caitanya inmitten aller Vaiṣṇavas. Seine exquisite Schönheit strömte aus jedem Teil Seiner transzendentalen Gestalt. Seine Augen glichen dem voll erblühten Lotos; wegen Seiner Schönheit fiel Madana, der Liebesgott, in Ohnmacht. 

In der Versammlung diskutierten sie Kṛṣṇa-bewusste Themen und manchmal offenbarte der Herr die transzendentale Wahrheit über Sich Selbst. Es war, als würde der Herr von Vaikuṇṭha, Nārāyaṇa mit Śanaka und anderen Weisen zusammensitzen und einen Diskurs führen. 

Nityānanda und Haridāsa erzählten der Versammlung ihre Erlebnisse an diesem Tag. „Ein seltsamer Vorfall ereignete sich heute. Wir trafen auf zwei Säufer, die vollkommen berauscht waren und uns wurde erzählt, dass sie aus brāhmaṇa Familien stammen. Wir dachten, dass wir ihnen etwas Gutes tun könnten und baten sie Kṛṣṇas Heiligen Namen zu chanten, aber sie reagierten gewalttätig und verfolgten uns, wir kamen nur knapp mit unseren Leben davon.“ 

Śrī Caitanya sagte: „Was sind das für Menschen? Wie sind ihre Namen? Sie sind brāhmaṇas, so warum verhalten sie sich auf diese grobe Weise? 

Śrīvāsa und Gaṅgādāsa saßen nahe beim Herrn und sagten: „Mein Herr, diese zwei Personen sind Jagāi und Mādhāi. Ihr Vater ist ein frommer brāhmaṇa, aber schlechte Gemeinschaft verdarb diese beiden. Nun kennen sie nur noch Berauschung. Ihre Namen wecken Angst in die Herzen der Leute und sie leben vom Stehlen, Brandschatzen und Gewalt. Es ist unmöglich zu beschreiben, wie gefallen sie sind, aber Du siehst alles und weißt alles mein Herr. 

Śrī Caitanya antwortete: „Ich werde es diesen beiden Schurken zeigen, Ich werde sie in Stücke schneiden, sollten sie vor Mir treten.“ 

Nityānanda sagte süß: „Du mögest sie in Stücke schneiden, aber ich werde Mich von dort nicht wegbewegen. Wie kann Ich Deine Mission ausführen, wenn sie nicht mehr am Leben sind? Warum bist Du so wütend auf sie? Erlaube Mir zuerst, dass Ich sie dazu bringe Śrī Kṛṣṇas Namen zu chanten. Die Frommen chanten natürlicherweise Kṛṣṇas Namen, aber diese beiden kennen nur irreligiöse Aktivitäten. Wenn Du sie erlöst und sie in den hingebungsvollen Dienst bringst, dann wird Dein Ruhm als 'patita-pāvana' (Erlöser der Gefallenen) unversehrt bleiben. Dein Ruhm als 'patita-pāvana' hat sich vermehrt, nachdem Du Mich gerettet hast, aber dieser Ruhm wird grenzenlos sein, wenn Du diese beiden erlöst.“ 

Lachend sagte Viśvambhara: „Sie sind schon befreit. Sobald diese beiden Schurken Dich gesehen hatten, wurden sie erlöst. Da Du so um ihr Wohlergehen besorgt bist, wird Kṛṣṇa sie bald ganz in Seine Obhut nehmen.“ 

Die Geweihten brachen in jubilierende Rufe aus 'Hari! Hari!', als sie die Worte Śrī Caitanyas hörten und sie waren überzeugt, dass die Sünder schon gerettet waren. 

Haridāsa sprach zu Advaita Ācārya: „Der Herr hat mich mit einer extrem unruhigen Person ausgesandt. Wenn ich in eine Richtung gehe, wird er eine andere finden. Er sprang in das von Krokodilen verseuchte, anschwellende Monsunwasser der Gaṅgā springen und versuchte die Krokodile zu fangen. Ich stand am Ufer und rief, dass Er umkehren soll, aber Er schenkte dem keine Beachtung und trieb stromabwärts wie ein toter Mann. Als Er einen kleinen Jungen am Ufer sah, erhob Er Sich und schrie zornig den Jungen an. Bald kamen die zornigen Eltern mit Stöcken und dann musste ich sie bitten und betteln, bevor ich sie wegschicken konnte.“ 

„Er stiehlt Butter und Sahne vom Milchmann und rennt dann weg und wenn ich gefangen werde, dann wollen sie mich schlagen. Er unternimmt immer diese Art von unverbesserlichen Aktivitäten, die jenseits aller Logik liegen. Wenn er einem jungen Mädchen über dem Weg läuft, fragt Er sie, ob sie Ihn heiraten möchte. Er sitzt auf einen Bullen und ruft 'Maheśh!' (Lord Śiva) und wenn Er eine Kuh sieht, dann melkt Er sie und trinkt die Milch.“ 

Wenn ich versuche Ihm in Seinen Aktivitäten einen Rat zu geben, dann verspottet Er Dich. „Was kann dein Advaita Mir antun? Und diese Person, die Du 'Caitanya' nennst, was kann Sie Mir antun? 

„Ich habe Śrī Caitanya nichts davon erzählt. Heute wurde ich nur durch die Gnade des Herrn gerettet. Diese beiden Säufer lagen benommen auf der Straße und Er ging zu ihnen hin und versuchte über Kṛṣṇa zu predigen. Sie waren wütend und stürmten auf uns los; wir wurden heute nur durch Deine Barmherzigkeit vom Tode errettet.“ 

Advaita sagte sehr amüsiert: „Das ist für ihn nichts Besonderes. Eine berauschte Person sollte Sich mit anderen Trunkenbolden zusammentun. Er ist mit kṛṣṇa-prema betrunken, also soll Er Sich den anderen beiden anschließen. Als ein entsagter Geweihter hast du in dieser Gesellschaft nichts zu suchen. Ich kenne Nityānandas Charakter und Fähigkeit; Er wird jeden mit göttlicher Liebe berauschen. Warte ein paar Tage, Er wird diese beiden in die Vaiṣṇava Firma einbringen. 

Dann wurde Advaita Ācārya plötzlich von Zorn übermannt und riss die Kleidung von Seinem Körper und begann kräftig zu schelten. Er sagte: „Ich möchte alles über Caitanyas Hingabe zu Lord Kṛṣṇa hören, wie Er singt und tanzt und wie groß Seine Kraft ist. Warte einfach ab, morgen werden Nimāi und Nitāi diese beiden Säufer mitbringen und mit ihnen hier tanzen und sie unter all die anderen Vaiṣṇavas mengen. Lass uns nicht davonlaufen, um unsere Kaste zu retten.“ 

Haridāsa lachte über Advaita Ācāryas zornige Gemütsstimmung und er war erleichtert und beruhigt, dass die beiden Säufer gerettet werden würden. Wer ist fähig wirklich die innere Bedeutung von Advaitas Worten zu verstehen? Nur Persönlichkeiten wie Haridāsa Ṭhākura können es begreifen, weil er vom selben spirituellen Kaliber ist. Viele mögen die wahre Stellung von Advaita Ācārya im Verhältnis zu den anderen Gefährten des Herrn missverstehen. Der Herr Selbst kritisierte Gadādhara Paṇḍita. Wenn unwissende Beobachter dies als eine weltliche materialistische Unstimmigkeit wahrnehmen, dann laden sie ihr eigenes Verhängnis ein. Jede Person, die die Seite eines Vaiṣṇavas gegen einen anderen Vaiṣṇava einnimmt und denjenigen kritisiert ist dazu bestimmt, vernichtet zu werden. 

Die zwei Trunkenbolde trieben sich wie üblich an verschiedenen Orten in der Stadt herum. Durch göttliche Fügung bauten sie ihre Räuberhöhle am Ufer der Gaṅgā in die Nähe eines Badeplatzes, der von Śrī Caitanya besucht wurde. Von dort gingen sie ihrer Beschäftigung nach, die Menschen zu terrorisieren. 

Die gesamte Gegend befand sich im Griff des Schreckens, ob sie reich, arm oder Geizhälse waren. Nach der Dämmerung wagte sich niemand zur Gaṅgā, um das abendliche Bad zu nehmen und wenn überhaupt, dann in großen Gruppen. 

Dort, an den Ufern der Gaṅgā verbrachten Jagāi und Mādhāi ihre Nächte nahe am Haus des Herrn. Jede Nacht hörten sie des Herrn kīrtana und da sie die ganze Nacht wach waren, hörten sie die süßen kīrtanas, die von mṛdaṅga und Zimbeln begleitet wurden. Sie tanzten einen betrunkenen Volkstanz zu dem Klang des kīrtana, sie amüsierten sich über sich selbst. Der kīrtana und ihr Tanz verstärkten ihren Appetit nach Wein. Manchmal hörten sie dem kīrtana zu und dann wieder standen sie auf, um zu tanzen; all dies geschah in einem Zustand der betrunkenen Benommenheit. Sie waren völlig in Berauschung ertrunken, ohne dass sie Zeit und Ort wahrnahmen. 

Als sie zufällig den Herrn trafen, sagten sie zu ihm: „Oh Nimāi Paṇḍita, es ist schön, wenn Du singst. Wir möchten sehen wie Du das 'maṅgala-caṇḍī' (Verse, die Durgā devī verherrlichen) jede Nacht singst. Wir bringen alle Utensilien für den caṇḍi-kīrtana.“ 

Śrī Caitanya hielt Abstand, wenn Er sie in ihrem betrunkenen Zustand sah, aber andere Leute wechselten überhaupt die Richtung, um den Schurken zu entkommen. 

Eines Tages, kehrte Nityānanda am Abend zu Śrī Caitanyas Haus zurück, nachdem er den ganzen Tag in der Stadt herumgelaufen war. Die zwei Schurken fingen Ihn ab und hielten Ihn auf. Jagāi und Mādhāi schrien: „Was und wer ist das?“ Nityānanda erwiderte: „Ich gehe zu Nimāi Paṇḍitas Haus.“ In ihrem betrunkenen Zustand forderten sie: „Was ist Dein Name?“ Nityānanda antwortete: „Mein Name ist Avadhūta.“ 

Lord Nityānanda, der in Seinem līlā, in der Gemütsstimmung eines kleinen Jungen versunken war, begann sich mit den beiden Trunkenbolden zu unterhalten. Er hatte sich schon entschlossen sie zu erlösen und so kam Er mit Absicht zu dieser Zeit auf diesen Weg. Als Mādhāi den Namen 'Avadhūta' hörte nahm er ein Stück zerbrochenen irdenen Weinkrug und brodelnd vor Wut warf er es auf Nityānanda. Der Stein traf Nityānanda auf die Stirn, die anfing zu bluten. Nityānanda meditierte still auf Govinda, Kṛṣṇa. 

Jagāi war zutiefst erschüttert, als er das Blut von Nityānandas Stirn herabtropfen sah und als Mādhāi noch einmal seinen Arm hob, um Nityānanda anzugreifen, hielt Jagāi seine Hand fest. Er sagte: „Warum hast du so eine herzlose brutale Sache gemacht, was hast du davon, wenn du diesen Fremden angreifst? Dieser Avadhūta ist unschuldig! Schlag ihn nicht noch einmal! Er ist ein Entsagter. Ihn zu schlagen, wird dir keinen Gewinn bringen.“ 

Die Leute rannten zu Śrī Caitanya und informierten Ihn über diesen Vorfall. Der Herr versammelte sofort eine große Armee Seiner Schüler und ging mit ihnen an Ort und Stelle. Nityānanda war immer noch inmitten der beiden, Blut tropfte über Seinen ganzen Körper, aber Er lächelte. 

Als Śrī Caitanya das Blut Seines geliebten Nityānanda sah, geriet Er in Zorb und schrie: „Chakra! Chakra!“. Er rief nach Seiner verheerendsten Waffe, das Sudarśana Chakra. Das Chakra erschien sofort und näherte sich bedrohlich den Augen von Jagāi und Madai. 

Die Geweihten bekamen große Angst und Nityānanda ging schnell zu Śrī Caitanya. Er bat Ihn: „Als Mādhāi Mich schlagen wollte versuchte Jagāi ihn daran zu hindern, aber zufällig wurde Ich getroffen und obwohl Du überall Blut an Mir siehst, habe ich keine Schmerzen. Bitte beruhige Dich Mein Herr, Ich habe keine Schmerzen, sieh, Ich bitte Dich, sie zu schonen und sie Mir zu überlassen.“ 

Als diese Worte, wie Jagāi Mādhāi von dieser Tat abhalten wollte, das Gehör von Śrī Caitanya erreichte, war Er sehr erfreut. Er ging zu Jagāi und umarmte ihn. Er sagte zu Jagāi: „Möge Śrī Kṛṣṇa dich segnen, Du hast mich für dich eingenommen, weil du Nityānanda beschützen wolltest. Du kannst um alles bitten, was du dir ersehnst, ich werde dir den Segen gewähren und von heute mögest du fest in ein reines hingebungsvolles Leben verankert sein und kṛṣṇa prema erfahren.“ 

Die Vaiṣṇavas jubelten freudig und mit lauten Rufen würdigten Śrī Caitanyas Segen für Jagāi. Als Jagāi hörte, dass Caitanya ihn mit kṛṣṇa-prema segnete, fiel er vor Ekstase in Ohnmacht. 

Lord Caitanya sagte: „Jagāi, steh auf und siehe, Ich habe dich wahrlich mit kṛṣṇa-prema gesegnet.“ Dann sah Jagāi Lord Caitanya in Seiner vierarmigen Manifestation, wie Er die Keule, Muschelhorn, Rad und Lotos hielt. Jagāi legte dann Śrī Caitanyas Lotosfüße auf seine Brust. Jagāi wusste, dass die Lotosfüße auf seiner Brust das Leben Lakṣmī Devīs aufrecht erhielten, also umfing er sie sehr fest, als sein kostbarstes Objekt. Da er nun von seinen Sünden geläutert war, weinte er wie ein Kind. Śrī Caitanya führt immer solche wundersamen Spiele aus. 

Die gleichen Eigenschaften der Seele wohnen in beiden, Jagāi und Mādhāi, aber einer ist von allen Sünden geläutert und der andere war immer noch ein Sünder. Während Jagāi zu Śrī Caitanya betete, verwandelte sich Mādhāi bereits innerlich. Mādhāi, mit Blick auf Nityānanda, stand schnell auf und warf sich wie ein Stock vor Lord Caitanya. Er hielt Seine Lotosfüße und betete. „Wir beide waren Sünder, wir sündigten zusammen am selben Ort zur selben Zeit. Warum hast Du Deine Barmherzigkeit nur einem gezeigt und nicht dem anderen, mein Herr? Sei mir barmherzig und ich werde Deinen Heiligen Namen chanten, weil da kein anderer ist, der einen Elenden, wie ich es bin, erlösen kann.“ 

Śrī Viśvambhara antwortete: „Ich kann dich nicht erlösen, denn du bist dafür verantwortlich, dass Nityānandas Blut vergossen wurde.“ Mādhāi erwiderte: „Das kannst Du nicht sagen, mein Herr. Wie kannst Du gegen Deine eigene Religion handeln? Hast Du nicht In Deiner letzten Inkarnation den Dämonen, die Deinen ganzen Körper mit Pfeilen durchstochen haben, Befreiung gegeben?“ 

Der Herr antwortete: „Dein Vergehen ist viel größer als das dieser Dämonen, weil du Meinen am meisten geliebten Gefährten, Nityānanda verletzt hast. Ich offenbare Dir diese Wahrheit: Nityānandas Körper ist mir teurer als Mein eigener.“ 

Mādhāi sagte: „Wenn Du mir schon diese Wahrheit offenbarst, dann sage mir, wie ich gerettet werden kann! Du bist der Höchste Heiler aller Krankheiten. Ich kann von meiner Krankheit nur durch Deine Behandlung geheilt werden. Bitte verleugne mich nicht länger, Oh Herr des Universums, Deine wahre Identität ist schon bekannt. Vor wem kannst Du sie verbergen?“ 

Viśvambhara sagte: „Du hast ein schweres Vergehen begangen. Geh und werfe dich Nityānanda zu Füßen.“ Mādhāi folgte Śrī Caitanyas Anweisung und warf sich zu den Füßen Nityānandas. Nityānandas Lotosfüße sind ewige Schätze und wenn man einmal an ihnen festgehalten hat, wird man niemals verlassen. Diese Tatsache wurde sehr gut von Revatī Devī verstanden.“ 

Viśvambhara sagte: „Höre lieber Nityānanda, er ist nun an Deinen Lotosfüßen. Du musst Ihm Barmherzigkeit erweisen. Er war verantwortlich dafür, dass Du Dein Blut vergossen hast, also kannst nur Du ihm vergeben.“ 

Nityānanda sagte: „Was kann Ich sagen oder tun Mein Herr? Alles ist eine Umwandlung Deiner Barmherzigkeit. Sollte Ich etwas Frömmigkeit durch den hingebungsvollen Dienst zu Dir erlangt haben, dann lass Mich alle Meine 

frommen Ergebnisse, Mādhāi geben. Was Meine Vergehen betrifft, dann berücksichtige sie nicht. Wie auch immer, Herr, leg Deine Täuschung beiseite und lass Deine Barmherzigkeit bedingungslos auf Mādhāi herabregnen. 

Viśvambhara sagte: „Nun da Du alles vergeben hast, warum gibst Du Mādhāi nicht Deine transzendentale Umarmung?“ Nityānanda, der die Anweisung von Viśvambhara erhalten hatte, nahm Mādhāi fest in Seine Arme. Mādhāi war sofort von allen sündhaften Reaktionen befreit und sein Körper wurde von Nityānandas spiritueller Kraft durchdrungen. 

Beide Jagāi und Mādhāi waren nun von allen Sünden vollständig geläutert und sie begannen Ihre Lordschaften, Gaurā Nitāi, zu verherrlichen. 

Śrī Caitanya sagte: „Von jetzt an begeht keine sündhaften Handlungen mehr.“ Jagāi und Mādhāi antworteten: „Nie mehr, Mein Herr!“ Śrī Caitanya sagte noch einmal: „Ihr beiden, hört nun aufmerksam zu. Es ist eine absolute Tatsache, dass ich euch heute von euren sündhaften Reaktionen, die sich über viele viele Leben angesammelt haben, erlöst habe. Jetzt, wenn ihr keine weiteren sündhaften Handlungen ausführt, übernehme ich die volle Verantwortung für euer sündhaftes Leben. Ich will die Überreste eurer Sünden nehmen und Meine Energie wird sich in eure Körper manifestieren.“ 

Das Versprechen des Herrn, das er den beiden gab, war wie süßer Nektar in ihren Ohren und sie fielen nieder in einen Zustand von glückseliger Ekstase, als sie Seine Worte hörten. Alle falschen Vorstellungen und Unwissenheit wurden in ihren Gedanken aufgelöst und sie fühlten sich heiter in diesem Moment des großen spirituellen Glücks. Der Herr nahm diese Gemütsstimmung wahr und dementsprechend gab Er Seinen Männern Anweisungen. 

„Bringt diese beiden Männer in Mein Haus und Ich werde mit ihnen zusammen kīrtana begehen. Ich werde ihnen heute etwas geben, das sogar für Lord Brahmā sehr selten zugänglich ist. Ich werde diese beiden Männer zu Erste Klasse Geweihte konvertieren, die in der ganzen Welt berühmt sein werden. 

„Früher reinigten sich viele in den heiligen Wassern der Gaṅgā, wann immer sie Kontakt mit Jagāi und Mādhāi hatten. Ich werde jedoch ihre Meinung ändern. Von jetzt an werden sie die Gemeinschaft mit Jagāi und Mādhāi als genauso gut betrachten, wie die Gemeinschaft mit Gaṅgā Devī Selbst. Dies war Nityānandas Wunsch und Nityānandas Wünsche und Versprechen werden niemals vergeblich sein.“ 

All die Vaiṣṇavas begleiteten Jagāi und Mādhāi in die inneren Räumlichkeiten von Śrī Caitanyas Haus. Der Herr schloss die Türen und erlaubte nur den Vaiṣṇavas drinnen zu bleiben. 

Viśvambhara setzte Sich und Nityānanda und Gadādhara saßen Ihm zur Seite. Ihm gegenüber saß der erhabene Advaita Ācārya und um Ihn saßen die übrigen Geweihten. Da waren, Puṇḍarīka Vidyānidhi, Haridāsa Ṭhākura, Garuḍai, Rāmai, Śrīvāsa, Gaṅgādāsa, Vakreśvara Paṇḍita, Candraśekhara und viele andere Gefährten des Herrn, die alle die wahre Natur Seiner Aktivitäten kannten. Sie alle saßen in dieser Versammlung zusammen mit Jagāi und Mādhāi . 

Jagāi und Mādhāi waren so von der spirituellen Ekstase beeinflusst, die von dem kīrtana und der Versammlung der Vaiṣṇavas erzeugt wurde, dass sie anfingen sich auf dem Boden zu wälzen und die Symptome von Ekstase entwickeln, wie gesträubtes Haar, Tränenströme, Zittern, usw. Wer ist in der Lage die unbegrenzten und nektarinen Spiele des Herrn zu begreifen? Er kann zwei Schurken in erhabene Geweihte konvertieren. Vorher waren sie Atheisten und Sünder, aber jetzt sind sie zwei entsagte Spiritualisten. Wer immer Vertrauen und Glauben in diese Aktivitäten des Herrn hat, wird die Lotosfüße von Kṛṣṇa erlangen. Die schlimmste Degradierung ist zweifellos für die Ungläubigen reserviert. 

Jagāi und Mādhāi brachten dem Herrn Gebete der Lobpreisung dar. Der Herr und die Geweihten hörten ihnen mit großer Freude zu. Durch den Willen des Herrn, erschien Sarasvatī Devī, die Göttin der Gelehrsamkeit, auf ihren Zungen. Jagāi und Mādhāi sahen beide Śrī Caitanya und Śrī Nityānanda auf demselben Platz sitzen und sie nahmen Ihre wirklichen individuellen spirituellen Identitäten wahr. Die Gebete, die sie darbrachten, waren so kraftvoll, dass, wenn man sie hört, man sofort liebende Anhaftung zu Kṛṣṇa entwickelt. 

Sie beteten: „Alle Ehre sei Śrī Viśvambhara, der Herr der Herren. Alle Ehre sei Śrī Nityānanda, der Śrī Viśvambhara auf vielerlei Weise dient. Alle Ehre sei Śrī Caitanya, der der Präzeptor für das gemeinsame Chanten von Lord Kṛṣṇas Namen ist. Alle Ehre sie Śrī Nityānanda, der alle Wünsche von Śrī Caitanya erfüllt. Alle Ehre sei dem Sohn von Jagannātha Miśra. Alle Ehre sei Śrī Nityānanda, der vollkommen Zuflucht bei Śrī Caitanya genommen hat.“ 

„Alle Ehre sei Śacīdevīs Sohn, der ein Ozean der Barmherzigkeit ist und alle Ehre sei Nityānanda, der ewige Begleiter des Herrn. Alle Ehre sei Dir, der Herr meines Herzens, der als Sohn eines königlichen Gelehrten geboren wurde und alle Ehre sei Nityānanda, der die Verkörperung der Barmherzigkeit ist. Alle Ehre den Aktivitäten von Lord Caitanya und alle Ehre sei Lord Nityānanda, der erhabenste Vaiṣṇava.“ 

Alle Ehre sei dem Höchsten Herrn, Śrī Caitanya, der das Muschelhorn, Rad, Keule und Lotos hält. Alle Ehre sei Lord Nityānanda, der von Lord Caitanya nicht verschieden ist und der glorreich als der 'Avadhūta' ist. 

„Alle Ehre sei Lord Gauracandra, das Leben und die Seele von Advaita Ācārya. Alle Ehre sei Lord Nityānanda, der in Seiner Erweiterung als Ananta Śeṣa den Herrn mit Seinen Tausenden von Mündern verherrlicht. 

„Alle Ehre sei Lord Caitanya, Gadādhara Paṇḍitas Lebenskraft und der Meister von Murāri, Er ist die Quelle aller Freude von Haridāsa Ṭhākura und Vāsudeva. 

„Oh Herr! Du hast in Deinen vorherigen Inkarnationen unzählige sündhafte Personen erlöst. Diese Taten sind höchst wundervoll und die ganze Welt singt Hymnen, um diese Spiele zu lobpreisen. In der Tat, dadurch dass Du zwei solch sündhafte Schufte wie uns erlöst, werden Deine früheren Aktivitäten etwas reduziert, aber alles in allem sind wir bedeutungslos.“ 

„Die Geschichte von Ajāmilas Erlösung ist glorreich, wir erscheinen kümmerlich und klein im Vergleich dazu. Das sagen wir nicht aus nutzloser Lobpreisung, sondern aus voller Überzeugung. Ajāmila war der richtige Kandidat für Deine Barmherzigkeit. Die Veden erklärten, dass sogar ein Mörder von Millionen von brāhmaṇas sofort Befreiung erlangen kann, wenn er Deinen Heiligen Namen chantet. Es ist überhaupt nicht überraschend, dass Ajāmila Befreiung durch das Chanten Deines Namens erlangte, weil das die transzendentale Kraft Deines Heiligen Namens ist.“ 

„Du hast Dich hauptsächlich deswegen inkarniert, um die höchste Wahrheit der Veden darzulegen. Die Autorität der Veden würde geschwächt werden, wenn Sünder wie wir nicht erlöst würden. Wir waren Dir gegenüber feindlich eingestellt und wir schlugen sogar Deinen geliebten Nityānanda, trotzdem hast Du uns erlöst. Man kann leicht den unvorstellbaren Unterschied zwischen Deiner edelmütigen Tat und unser ruchloses Handeln beurteilen.“ 

„Sobald Ajamala 'Nārāyaṇa' aussprach, erschienen vier Boten des Herrn vor ihm. Was uns betraf, als wir Euch sahen, zog sich sofort eine Linie mit Blut von Deiner Stirn, dadurch waren wir in der Lage Deine Erweiterung, die Erweiterung Deiner Erweiterung, Deine Waffe in dieser Inkarnation (der Heilige Name) und Deine ewigen Gefährten zu sehen. Du hast die ganze Zeit diese wundervollen Wahrheiten geheim gehalten, aber jetzt wurden diese grenzenlosen Höchsten Vorzüge enthüllt.“ 

Jetzt wurde durch Deine Gnade die Essenz der Veden erläutert, nun also kann Ananta Śeṣa offen und frei Deine Wahrheit singen. Nun ist der verborgene Speicher Deiner transzendentalen Eigenschaften geöffnet worden. Das beste Beispiel dafür ist, dass Deine grundlose Barmherzigkeit uns rettet.“ 

„Dämonen, wie Kaṁsa, waren grausam zu Dir und Du gabst ihnen Befreiung, nachdem Du sie getötet hast. Du besitzt so viele Aspekte, die sehr vertraulich sind und keiner der Könige und Krieger konnten den kleinsten Teil davon entdeckten, als sie mit Dir am Svayaṁvara von Rukmiṇī Devī kämpften. Obwohl sie Dich von Angesicht zu Angesicht sehen konnten, trafen sie alle ihr Verhängnis.“ 

„Früher reinigten sich die Geweihten in den heiligen Wassern der Gaṅgā, wenn sie auch nur zufällig in unsere Schatten traten. Jetzt jedoch berühren sie uns und vermischen sich mit uns. Oh Herr, in jeder Hinsicht sind Deine Aktivitäten überirdisch und es gibt keine Möglichkeit mehr jemanden über Deine transzendentale Natur zu täuschen, jeder ist sich jetzt dessen voll bewusst. 

„Als Gajendra, der König der Elefanten, zu Dir betete, hast Du sein Vertrauen und seine Hingabe gewürdigt. Deswegen hast Du ihn von seinem qualvollen Zustand erlöst und gabst ihm Befreiung.“ 

„Ebenso war es kein Zufall, als Du die Hexe Pūtanā und all die anderen Dämonen, wie Aghāsura, Bakāsura usw. erlöst hast. Nachdem sie ihre Körper verlassen hatten, wurden sie sofort zur Transzendenz befördert. Wer kann Deine Aktivitäten verstehen, außer wenn man sich dem Thema über das Wissen der Veden annähert? 

„Die Art und Weise wie Du diese erbärmlichen, gefallenen Seelen erlöst hast, wurde von der gesamten Schöpfung bezeugt. All die elenden Sünder, die Du bis jetzt erlöst hast, besaßen eine Art von Befähigung, aber wir beide besitzen keine einzige Fähigkeit. Trotzdem hast Du uns, wegen Deiner grenzenlosen barmherzigen Natur, grundlos erlöst.“ 

Jagāi und Mādhāi beendeten ihre Gebete mit Tränen der Freude, die an ihren glühenden Gesichtern herabliefen. So ist transzendentale Kraft des Herrn. Die versammelten Vaiṣṇavas waren erstaunt, als sie alles gesehen hatten, was gerade in ihrer Gegenwart geschehen war, und sie legten ihre Hände in großer Ehrfurcht vor dem Herrn zusammen und brachten ihm ihre Gebete dar. 

„Diese ausgewählten Worte, die gerade von diesen beiden Trunkenbolden zu Deiner Lobpreisung gesprochen wurden, waren nur durch Deine grundlose Barmherzigkeit möglich. Wer kann die Natur Deiner unvorstellbaren Kraft verstehen? Du gibst Deine Gnade durch Deinen eigenen süßen Willen.“ 

Der Herr antwortete: „Diese beiden werden nicht mehr als Trinker oder Schurken betrachtet, von nun an sind sie Meine Diener. Ihr alle betet gütiger Weise für sie, dass sie niemals Meinen hingebungsvollen Dienst verlassen mögen. Was immer sie für Vergehen gegen euch begangen haben mögen, vergebt ihnen und segnet sie.“ 

Als Jagāi und Mādhāi diese Worte von Lord Caitanya gehört hatten, warfen sie sich allen Vaiṣṇava Geweihten zu Füßen, umfassten sie und beteten um Gnade. Die Geweihten waren von ihrer Demut bewegt und segneten sie, dadurch wurden Jagāi und Mādhāi frei von allen Wünschen nach weiteren sündhaften Aktivitäten. 

Lord Caitanya sagte: „Steht auf! Steht auf, Oh Jagāi und Mādhāi. Ihr braucht euch keine Sorgen mehr zu machen, nun da ihr meine Diener seid. Eure Gebete sind alle wahr und werden sehr gewürdigt. Solche Barmherzigkeit und Wunder, von denen ihr nun Zeuge wart und erfahren habt, ist in euren gegenwärtigen Körpern unmöglich, aber durch die Barmherzigkeit von Lord Nityānanda war es möglich. Das ist eine absolute Tatsache. All ihr Vaiṣṇavas, die ihr nun hier anwesend seid, bitte bezeugt, dass ich alle sündhaften Handlungen dieser beiden Seelen auf Mich nehme.“ 

Um jeden begreiflich zu machen, dass Er die sündhaften Handlungen von Jagāi und Mādhāi annahm, wurde die Hautfarbe von Lord Caitanyas Körper schwärzlich. Der Herr fragte: „Warum schaut ihr Mich alle so an?“ Advaita Ācārya antwortete: „Du siehst aus wie Lord Kṛṣṇa.“ 

Lord Caitanya begann über die Worte Advaita Ācāryas zu lachen und alle Vaiṣṇavas wurden ekstatisch und drückten jubelnd ihre Freude aus. 

Lord Caitanya sagte: „Fangt mit kīrtana an, dann wird sich dieser schwarze Schleier der Sünde von meinem Körper heben und in die Körper derjenigen gehen, die die Geweihten des Herrn kritisieren.“ Die Geweihten waren glücklich, diese Worte zu hören und sie begannen einen lauten kīrtana. 

Viśvambhara und Nityānanda begannen zu tanzen und die freudige Aufgabe der Vaiṣṇavas war es, sie zu umrunden und singend zu lobpreisen. Advaita Ācārya fing auch an zu tanzen, Lord Caitanya war auf Seine Bitten hin gekommen und die Welt wurde nur durch Ihn allein gerettet. 

Jeder nahm an diesem ekstatischen Singen und Tanzen teil und sie hielten mit ihrem Händeklatschen die Zeit an. In ihrer Freude vergaßen sie Scheu und Ehrfurcht vor dem Herrn und niemand weiß, wie oft sie während dem Tanz den Herrn anrempelten. 

Mutter Śacī saß mit ihrer Schwiegertochter, Viṣṇupriyā in den inneren Zimmern des Hauses und alles sehend, spürte sie, wie sie selbst von den Wellen der Ekstase davongetragen wurde. Jeder ertrank in den Fluten der Freude von kṛṣṇa-prema, Śrī Kṛṣṇa. Sogar Lakṣmī Devī ist sehr vorsichtig den Körper des Herrn zu berühren, aber jetzt vermengten sich sogar die beiden früheren Trunkenbolde ungezwungen mit den Vaiṣṇavas, tanzten und berührten den Herrn. 

Lord Caitanya erlöste diese beiden, während Er die Kritiker und Missetäter gegenüber den Vaiṣṇavas in den schlimmsten Brunnenschacht hinunter stieß. Man wird niemals Fortschritt im spirituellen Leben machen, wenn man Fehler in anderen Vaiṣṇavas sucht. In der Tat, es werden nur sündhafte Reaktionen vermehrt, also gebt das Kritisieren auf! 

Nach dem Tanzen setzte Sich der Herr und alle Vaisnvas setzten sich um Ihn herum. Die Vaiṣṇavas waren mit einer dicken Staubschicht bedeckt, und doch waren sie rein und glühend. 

Der Herr sah wieder aus, wie Sein ursprüngliches wunderschönes goldenes Selbst und Er sagte lächelnd. „Betrachtet diese beiden Personen nicht mehr länger als Sünder, da Ich Selbst ihre Sünden verbrannt habe. Meine Energie ist in sie eingedrungen und Ich lasse sie handeln, sprechen, gehen, essen und wenn Ich Meine Energie zurückziehe, werden sie ihre Körper zurücklassen. Die bedingten Lebewesen sind unfähig viel Schmerz zu ertragen. Sie rufen um Hilfe, wenn sie ein wenig Leid erfahren, aber auch nachdem der Körper zu Asche verbrannt ist, möchte die Seele ihre Gemeinschaft mit dem Körper fortsetzen.“ 

„Das bedingte Lebewesen, unter dem Einfluss seines falschen Egos, akkreditiert sich für all seine Aktivitäten und wird stolz. Das ist sehr gefährlich. Alle Aktivitäten wurden bisher von diesen beiden unter den Bann des falschen Egos ausgeführt, aber jetzt habe Ich all das beendet. Von jetzt an sollen sie inmitten unter euch als Vaiṣṇavas gezählt werden, ohne Unterschied. 

„Ihr alle, bitte hört aufmerksam zu. Irgendjemand, der diesen beiden Brüdern irgendetwas mit Respekt und Hingabe zu essen gibt, bringt in der Tat Lord Kṛṣṇa den schmackhaftesten Honig. Sogar ein Blatt, dass ihnen mit Liebe dargebracht wird, ist Nektar für Kṛṣṇa. 

„Wenn Jemand sich über diese beiden irgendwie lustig macht, wird wegen seiner beleidigenden Haltung vernichtet werden.“ Die Vaiṣṇavas waren erfreut, dass Jagāi und Mādhāi sich ihrer Gruppe anschloss und sie brachten ihnen Ehrerbietung dar. 

Der Herr sagte: „Lasst uns alle zu den Wassern des Bhāgīrathī Gaṅgā gehen!“ Als sie zu dem Fluss kamen, sprangen sie alle hinein. Das ständige Chanten von Kṛṣṇas Heiligen Namen hatte die Geweihten jung im Geiste gemacht und wie kleine Kinder spielten sie nun in der Jāhnavī, in den Wassern der Gaṅgā. Sogar die nüchternen älteren Geweihten verhielten sich wie die rastlose Jugend. So geschehen durch den Einfluss des hingebungsvollen Dienstes zu Lord Kṛṣṇa. 

Kurz vorher war es ein Fest des kīrtana und nun waren sie alle mit dem Herrn in das Fest der Wasserspiele vertieft. Alle Hürden der Scheu und Ehrfurcht waren zwischen dem Herrn und Seinen Geweihten gesenkt und sie spielten alle miteinander auf Augenhöhe. Der Herr spritzte Wasser auf die Geweihten, aber niemand konnte die Angriffe des Herrn kontern. Bei allen Wasserkämpfen zwischen dem Herrn und den Geweihten, war der Herr immer der Gewinner und nach nur ein paar Minuten kläglichen Widerstandes flüchteten die Geweihten vor Seinen heftigen Angriffen. 

Manchmal nahmen Advaita Ācārya, Gaurāṅga und Nityānanda zusammen an einem Spiel teil und ein anderes Mal spielten Śrīvāsa, Haridāsa Ṭhākura und Mukunda zusammen. Auf diese Weise, nahmen alle Geweihten teil, einschließlich Śrī Garbha, Sadāśiva, Murāri, Śrīmān, Puruṣottama, Mukunda Sañjaya, Buddhimanta Khān, Vidyānidhi, Gaṅgādāsa, Jagadīśa, Gopīnātha, Garuḍa, Śrīrāma, Govinda, Śrīdhara, Kṛṣṇānanda, Kaśīśvara, Jagadānanda, Govindānanda, Śrī Suklāmbara und andere. Es ist unmöglich alle Namen der grenzenlosen Listen der Geweihten von Śrī Caitanyas niederzuschreiben. Später wird Vedavyāsa alle Namen in den Purāṇas zusammenstellen. 

Alle Geweihten waren völlig im Wassersport vertieft und erfuhren das höchste spirituelle Vergnügen. Manchmal war jemand siegreich und ein anderes Mal verlor er. Sie alle haben es genossen zusammen mit Śrī Caitanya, Gadādhara, Nityānanda und Advaita Ācārya zu spielen. 

Einmal fing Nityānanda den nichts ahnenden Advaita Ācārya und spritzte Wasser in Seine Augen. Für eine Weile konnte Advaita Seine Augen nicht öffnen und wütend begann Er Beschimpfungen gegen Nityānanda zu schleudern. Er sagte: „Wo ist dieser Trunkenbold hergekommen, der mich blind gemacht hat? Śrīvāsa Paṇḍita hat diesen reisenden Bettelmönch von irgendwoher hergebracht, und jetzt zieht Er umher, als wäre Er einer von uns. Und dieser Viśvambhara ist auch zu eng mit Ihm verbunden und macht heimlich so viele Dinge mit diesem verdächtigen reisenden Bettelmönch.“ 

Nityānanda antwortete: „Schämst Du Dich nicht? Wozu soll diese Auseinandersetzung gut sein – außerdem hast Du verloren.“ Caitanya schritt ein und sagte: „Einmal reicht nicht, Ich werde Sieg oder Niederlage nur akzeptieren, wenn es drei Mal wiederholt wird.“ 

Erneut begann Advaita Ācārya mit Nityānanda Prabhu zu kämpfen. Man konnte sie schwer unterscheiden, weil sich beide körperlich ähnlich waren. Im Wasser sah es aus, als wären sie eine Person an zwei verschiedenen Orten. Beide spielten energisch, manchmal gewann der eine, aber dann verlor Er den nächsten Kampf. So waren beide gleich. Einmal jedoch erwischte Nityānanda Advaita unvorbereitet und spritzte mit voller Kraft Wasser in Seine Augen. Advaita Ācārya, verletzt und aufgeschreckt sagte: „Du Trunkenbold, Du wirst kein sannyāsī werden, nur weil Du einen brāhmaṇa umbringst. Die meiste Zeit im Westen, als Du umhergereist bist, hast Du damit zugebracht, in den Häusern verschiedener Leute zu essen. Zusätzlich weiß niemand etwas über Deine Familie, Deiner Kaste und anderer solcher Hintergrundinformationen. Wir wissen nichts über Deine Abstammung oder Deinem guru. Du bist einfach hier und isst, schläfst und streifst umher und jeder nennt Dich 'Avadhūta'.“ 

Eigentlich lobpreiste Advaita Lord Nityānanda unter dem Vorwand Ihn zu beleidigen. Alle Anhänger Nityānandas, gemeinsam mit Nityānanda lachten über die Worte; sie verstanden die wahre Bedeutung. Advaita Ācārya jedoch, fuhr fort in Seinem Spiel und war fuchsteufelswild vor Zorn. Er sagte: „Ich werde alle vernichten, aber gebt nicht Mir die Schuld.“ 

Die Geweihten lachten über diese Zuschaustellung Seines Ärgers. Er offenbarte die Wahrheit unter dem Deckmantel, zornig zu sein. Seine Worte klangen nur oberflächlich wie Beschimpfungen. Wenn man diese esoterische Bedeutung solcher lärmenden Kämpfe nicht versteht und Partei ergreift, indem man einen verherrlicht und den andern verurteilt, wird man mich Sicherheit vernichtet. 

Nur die von Glück begünstigten Seelen, die die Barmherzigkeit von Lord Nityānanda und Lord Caitanya erlangt haben, können die esoterischen Bedeutungen der Worte von Vaiṣṇava Geweihten verstehen. 

Dann, nach einer Weile umarmten Sich die beiden Getreuen. Diese beiden Herren sind immer von dem Nektar des kṛṣṇa-prema, Śrī Caitanya Mahāprabhu, betrunken. 

Auf diese Weise ging Lord Caitanya jede Nacht mit Seinen Gefährten zur Gaṅgā um im Wasser zu spielen. Die gewöhnlichen Leute konnten diese Spiele nicht sehen, aber die Halbgötter hatten großes Vergnügen darin, all diese Spiele des Herrn von ihren verborgenen Plätzen aus zu beobachten. 

Sie kamen aus dem Wasser und chanteten Haris Namen. Der Herr umkränzte jeden mit einer prasādam Blumengirlande und trug ihnen Sandeilholzpaste auf. Dann verabschiedete Er sich von ihnen, bevor sie alle zum Essen gingen.  

Dann brachte Er Jagāi und Mādhāi noch einmal allen Vaiṣṇavas dar und gab Jagāi und Mādhāi Seine persönliche Girlande. Diese Spiele des Herrn sind ewig und stetig, sie manifestieren sich und unmanifestieren sich, so wie es in den Veden beschrieben ist. 

Der Herr kehrte nach Hause zurück und nachdem Er Seine Füße gewaschen hatte, brachte Er Tulasī Devī Gebete dar. Er setzte Sich um zu essen und Mutter Śacī brachte all das prasādam Essen in Seine Gegenwart. Er betete zu all den vorangegangenen Ācāryas, brachte ihnen prasādam dar und mit Genuss aß der Herr der gesamten kosmischen Manifestation Sein Mahl. Er reinigte Seinen Mund und setzte Sich zur Tür. Mutter Śacī blickte voller Herzenslust auf Viṣṇupriyā und Viśvambhara, wie sie zusammensaßen. Sie spürte große Ekstase, die ihren Körper und ihre Seele überschwemmten. 

Wer kann vollständig das Ausmaß des guten Schicksals von Mutter Śacīdevī ermessen? Nur wenn Ananta Śeṣa mit Seinen Tausenden von Hauben es erläutert, kann man es verstehen. Wenn man nur den Namen, 'Ai' (die Kurzform von Śacīdevīs Namen) sagt, dann wird man durch dieses Wort, auch im materiellen Bewusstsein, von allen Leiden befreit werden. Śacīdevī vergaß sich selbst, als sie in das schöne Antlitz ihres Sohnes blickte. 

Schließlich begab sich Viśvambhara zur Ruhe und gleichzeitig verließen alle Halbgötter, die heimlich dabei waren, das Haus. Jeden Tag kamen Lord Brahmā, Lord Śiva und andere Halbgötter, um den Höchsten Herrn, Śrī Caitanya zu dienen. Ohne die Gnade des Herrn kann man diese Persönlichkeiten nicht sehen. Der Herr jedoch erlaubt manchmal verschiedenen Geweihten deren Anwesenheit wahrzunehmen. An manchen Tagen, wenn Viśvambhara ruhte, näherte sich Ihm einer dieser unsichtbaren Diener. Der Herr sagte dann: „Bleib wo du bist“, und der unsichtbare Bedienstete zog sich sofort zurück in die Abgeschiedenheit. 

Die unsichtbaren Besucher, die Halbgötter, waren so zahlreich, dass es nicht nötig ist, die genaue Zahl anzugeben. Der Herr fragte Seine Geweihten: „Könnt ihr nicht die himmlischen Besucher sehen?“ Die Geweihten erwiderten mit gefalteten Händen: „Alle drei Welten dienen Dir, Mein Herr. Welche Macht besitzen wir, um irgendeinen von ihnen zu sehen, außer Du ermächtigst uns mit der Fähigkeit, sie zu sehen.“ 

Dies sind die höchst vorzüglichen Spiele von Lord Caitanya, die in ihrer Natur esoterisch sind und jeder, der sie vertrauensvoll anhört, wird die höchste Vollkommenheit erlangen. Man sollte nicht an der Wahrhaftigkeit der Aussage zweifeln, dass alle prominenten Halbgötter, wie Lord Brahmā und Lord Śiva tägliche Besucher im Hause Śrī Caitanyas waren. 

Sehr einfach erlöste Lord Caitanya Jagāi und Mādhāi, weil Er das Leben und die Seele des Universums ist, die großmütigste aller Inkarnationen. Er wird alle erlösen mit Ausnahme von denen, die die Vaiṣṇavas kritisieren und die der vedischen Lehren zuwiderhandeln. 

Wenn eine Persönlichkeit, sogar vom Format Lord Śivas, ein Vergehen gegen einen Geweihten des Herrn begeht, dann, laut dem Śrīmad Bhāgavatam 5.10.25, wird sie bald ihrem Ende begegnen: 

„Obwohl ich ein Vergehen begangen habe, indem ich Dich beleidigte, weiß ich, dass mein Vergehen für Dich weder Gewinn noch Verlust bedeutet. Du bist in Deiner Entschlossenheit gefestigt, aber ich habe ein Vergehen begangen. Auch wenn ich vielleicht so stark wie Lord Śiva bin, werde ich unverzüglich vernichtet werden, da ich ein Vergehen gegen die Lotosfüße eines Vaiṣṇavas begangen habe.“ 

Die Heiligen Schriften verurteilen sehr entschieden die Vergehen gegen die Vaiṣṇavas. Sogar ein hochgelehrter Geisteswissenschaftler wird von seiner spirituellen Lektüre nicht gerettet. Sogar jemanden, der Lord Kṛṣṇas Heiligen Namen singt, wird nicht vor Bestrafung verschont, wenn sie einen Vaiṣṇava beleidigt. 

Die Unterweisungen des Padma Purāṇa werden hier angeführt. Wenn sie strikt befolgt werden, dann werden sie helfen, kṛṣṇa-prema zu entwickeln: „Reine Geweihte des Herrn zu kritisieren und Fehler in ihnen zu suchen ist der schwerwiegendste Fehler gegen den Heiligen Namen. Oh Heiliger Name! Wie kannst Du Kritik ertragen gegen Deine reinen Geweihten, die Deine Herrlichkeiten verbreitet haben – Du kannst niemals Kritik gegen diejenigen dulden, die ihr Leben der Verbreitung des Heiligen Namens des Herrn geweiht haben. Solche Täter werden vernichtet werden.“ 

Lord Gauracandra wird gewiss jeden erlösen, der mit Vertrauen und Glauben von der Erlösung dieser beiden großen Sünder hört. Alle Ehre sei Śrī Gauracandra, der der Erlöser der Gefallenen und dämonischen Seelen ist. Er ist der großmütigste Herr, ein Ozean der Barmherzigkeit. Er sieht in jedem nur die hingebungsvollen Eigenschaften und lehnt die Fehler ab. Wenn jemand am Leben bleiben kann, ohne hingebungsvollen Dienst zu Seinen Lotosfüßen darzubringen, ist ein großer Sünder. Nur durch die vorherigen frommen Handlungen, wird solch ein Leben irgendwie erhalten, aber was ist der Wert eines solchen Lebens? 

 Lord Caitanya bitte sei barmherzig mit mir, trotz meiner Diskrepanzen, so dass mir erlaubt wird immer Deine Herrlichkeiten zu chanten. Lord Caitanya ist in jedem Leben mein spiritueller Meister und der Herr und Meister meines Herrn Nityānanda. Ich bete, dass ich Ihr ewiger Diener werde. 

Die Spiele von Lord Caitanya sind ohne Anfang und ohne Ende und ich stelle diese Spiele zusammen um Ihn so gut ich kann zu verherrlichen. Ich bringe Ihm und Seinen Gefährten meine achtungsvolle Ehrerbietung dar und ich bete zu ihren Lotosfüßen, dass alle meine Vergehen verziehen werden. 

Lord Śrī Kṛṣṇa Caitanya und Lord Nityānanda sind mein Leben und meine Seele. Ich Vṛndāvana dāsa, bringe demütig dieses Lied Ihren Lotosfüßen dar.

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