2. Das Erscheinen von Sri Krsna Caitanya Mahaprabhu

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Alle Ehre, alle Ehre sei dem glückseligen Caitanya Mahāprabhu, der der Sohn von Śrī Jagannātha Miśra ist, und der Höchste Herr aller. Alle Ehre sei Lord Caitanya, das Leben und die Seele von Śrī Nityānanda Prabhu und Śrī Gadādhara Paṇḍita ist! Alle Ehre, alle Ehre sei der Zuflucht von Śrī Advaita Ācārya und den zahllosen Gottgeweihten! 

Alle Ehre sei Lord Śrī Gaurāṅga und Seinen Gefährten! Man erhält liebende Hingabe zu dem Höchsten Herrn, einfach nur durch das Hören der transzendentalen Themen über Lord Caitanya. Ich bringe wiederholt Ehrerbietungen den Lotosfüßen des Herrn und den Lotosfüßen aller Seiner Gefährten dar; ich bete, dass die Spiele des Herrn auf meiner Zunge erscheinen mögen. Alle Ehre, alle Ehre sei Lord Caitanya, der der Ozean des Mitgefühls ist; alle Ehre, alle Ehre sei Lord Nityānanda, der die Verkörperung des liebenden hingebungsvollen Dienstes ist. 

Die spirituelle Wahrheit über die beiden Brüder, Lord Caitanya und Lord Nityānanda – beide sogleich der Höchste und die Diener des Höchsten – ist unbegreiflich; doch, durch Ihre grundlose Barmherzigkeit wird Ihre absolute Identität offenbart. Lord Brahmā wurde über die Absolute Wahrheit, durch Lord Kṛṣṇas Barmherzigkeit, erleuchtet. Das Śrīmad Bhāgavatam und alle vedischen Schriften beschreiben dies. Das Śrīmad Bhāgavatam sagt: „Möge der Herr, mit mir zufrieden sein, Er der am Anfang der Schöpfung das kraftvolle Wissen Lord Brahmās vom Innern seines Herzens erweiterte und ihn mit dem vollständigen Wissen über die Schöpfung und über sein eigenes Höchstes Selbst inspirierte und es aussehen ließ, als würde es aus dem Mund von Lord Brahmā erzeugt werden. 

Am Anfang hatte Lord Brahmā keine Macht etwas zu sehen, obwohl er auf einem Lotos geboren wurde, der aus dem Nabel des Herrn spross. Als er Sich jedoch dem Höchsten Herrn völlig ergab, erschien der Herr durch Seine grundlose Barmherzigkeit vor ihm. Diese Barmherzigkeit erleuchtete Lord Brahmā mit dem absoluten Wissen über den Höchsten Herrn, der Ursprung aller Inkarnationen. Dem Mund Brahmās entsprang danach die spontane reine Verherrlichung des Herrn. 

Ohne die grundlose Barmherzigkeit Lord Kṛṣṇas ist es unmöglich die Wahrheit über Seine Inkarnationen zu erkennen. Seine überirdischen Spiele sind unbegreiflich und unerreichbar. Brahmā hat folgende Beschreibung in der Bhāgavata Purāṇa 10.14.21 gegeben: 

„Oh Herr des Universums! Oh Höchster! Oh Höchste Seele! Oh Herr aller Mysterien! Wie wunderbar bist Du! Wer in den drei Welten kann wissen, wann, wo, warum und wie Du Deine innere spirituelle Energie, Yogamāyā erweiterst und Deine transzendentalen Spiele ausführst?“ 

Wer kann den Grund für Śrī Kṛṣṇas Erscheinen auf dieser Welt ermessen. Deswegen kann ich mich nur auf die Schlussfolgerungen in der Bhagavad gītā und des Bhāgavata Purāṇas als Gründe für Sein Erscheinen stützen. 

In der Bhagavad-gītā 4.7-8 steht geschrieben: „Wann immer und wo immer das religiöse Leben verfällt und Irreligiosität überhandnimmt, Oh Nachkomme Bharatas, zu der Zeit erscheine Ich. Um die Frommen zu erretten und die Schurken zu vernichten und um die Prinzipien der Religion wieder einzuführen, erscheine Ich Zeitalter für Zeitalter“. 

Wann immer religiöses Praktizieren schwach wird, nimmt Irreligiosität allmählich zu. 

Deswegen bitten Lord Brahmā und die Halbgötter demütig den Herrn, Er möge erscheinen um die Frommen zu beschützen und die Dämonen zu vernichten. Um den religiösen Vorgang in einem bestimmten Zeitalter wieder einzuführen, kommt der Höchste Herr zusammen mit Seinen ewigen Gefährten auf die Erde herab. Die Religion im gegenwärtigen Kali yuga ist das gemeinsame Chanten des Heiligen Namens des Herrn und um diesen religiösen Vorgang zu verbreiten, erschien Śrī Caitanya als der Sohn von Śacīmātā. Es wird im Śrīmad Bhāgavatam bestätigt, dass die Höchste Absolute Wahrheit, Śrī Caitanya Mahāprabhu, einzig und allein deswegen inkarnierte um das gemeinsame Chanten von Kṛṣṇas Heiligen Namen zu verbreiten. 

Im Śrīmad Bhāgavatam 11.5.31-32 steht geschrieben: „Oh König Nimi, Gottgeweihte bringen immer dem Höchsten Herrn Hari Gebete dar, aber jetzt möchte ich erklären wie die Gottgeweihten im Kali-yuga die erlesensten Gebete darbringen, die von verschiedenen Ritualen und Regulierungen zur Zufriedenstellung des Höchsten Herrn begleitet werden. In diesem Zeitalter des Kalis, verehren die Leute, die mit hinreichender Intelligenz ausgestattet sind, durch das Ausführen des saṅkīrtana-yajña den Herrn, Der von Seinen Gefährten, Dienern, Waffen und Vertrauten begleitet wird. 

Die Höchste Persönlichkeit Gottes, Lord Caitanya verbreitet die Essenz aller Religionen in dem Zeitalter des Kalis – das gemeinsame Chanten des Heiligen Namens von Lord Hari. Begleitet von Seinen Gefährten, ist der Herr im Kali-yuga einfach deswegen erschienen um die religiöse Praxis des gemeinsamen Chantens zu verbreiten. 

Auf Begehren des Herrn sind Seine ewigen Gefährten vor Ihm erschienen und nahmen Geburt in der menschlichen Gesellschaft an. Ananta Śeṣa, Śiva, Brahmā, die Weisen und andere Gefährten des Herrn wurden alle als höchst erhabene reine Vaiṣṇava Geweihte geboren, bekannt als Bhāgavatas. Lord Caitanya, Kṛṣṇa, kannte die Stellung eines jeden und dessen Identität. Die meisten haben Geburt in Navadvīpa angenommen, aber manche wurden in Caṭṭagrama, Rādhadeśa oder Śrīhaṭṭa geboren  

und andere auch in Orissa. All diese Gefährten erschienen an unterschiedlichen Orten, aber durch des Herrn Fügung begegneten sich alle in Navadvīpa. 

Śrīvāsa Paṇḍita, Śrīrāma Paṇḍita und Śrī Candraśekhara sind Persönlichkeiten, die in allen den drei Welten verehrt werden. Śrī Murāri Gupta kann einen von der Verstrickung in der materiellen Welt heilen. Vaiṣṇavas von diesem Kaliber erschienen in Śrīhaṭṭa. Puṇḍarīka Vidyānidhi (der Vaiṣṇava Geweihte ersten Ranges), Caitanya Vallabha (er war Śrī Caitanya sehr lieb) und Vāsudeva Datta erschienen alle in Caṭṭagrāma. Haridāsa Ṭhākura erschien in Buḍhana. 

Das Dorf Ekacakrā liegt im Bezirk von Rāḍhadeśa Bengalen. Der Höchste Herr Nityānanda ist dort erschienen. Lord Nityānanda ist in der Tat der Höchste Vater aller Lebewesen, aber um Hāḍai Paṇḍita, ein brāhmaṇa und reiner Gottgeweihter, Barmherzigkeit zu erweisen, nahm Er als sein Sohn Geburt an. Lord Nityānanda ist ein Ozean der Barmherzigkeit, die Zuflucht aller Vaiṣṇava Gottgeweihten und Er spendet die Hingabe. Er erschien im Bezirk von Rāḍhadeśa. Um Ihre Freude über das Erscheinen von Lord Nityānanda auszudrücken, ließen die Halbgötter fröhliche Klänge erschallten und Blumen herabregnen. All dieses geschah unsichtbar für gewöhnliche weltliche Augen. Seit Nityānandas Erscheinen wuchs und erblühte der Bezirk des Rāḍhadeśa Tag für Tag. 

Śrī Paramānanda Purī, der Śrī Caitanyas enger Gefährte in Nīlācala war, erschien in Trihut, in Mithilā, Bihar. 

Wenn die Ländereien an den Ufern der Mutter Gaṅgā alle Pilgerorte sind, warum sind dann die Vaiṣṇava Gottgeweihten in Länder erschienen, die nicht fromm waren? Lord Caitanya persönlich kam herab an den Ufern der Mutter Gaṅgā, also warum erschienen Seine ewigen Gefährten in Orten, die weit weg waren? Auf ihren Reisen vermieden die Paṇḍāvas Länder, wo weder der Klang des Heiligen Namens des Herrn erschallte, noch die Wasser der Mutter Gaṅgā strömten. 

Lord Kṛṣṇa Caitanya, der Mitgefühl für die unglücklichen Seelen hat, die in solchen Ländern geboren werden, verfügte, dass die reinen Gottgeweihten dort erschienen. Sein eigenes Erscheinen war notwendig, um die materielle Welt zu erlösen. Um das zu erfüllen, verfügte Er, dass  

Seine reinen Gottgeweihten in nicht fromme Länder und in nicht fromme Familien Geburt annahmen. Wo und in welcher Familie auch immer der reine Vaiṣṇava Geweihte erscheint, ist er dort in der Lage jeden durch seine reine spirituelle Potenz zu läutern. Der Geburtsort eines reinen Vaiṣṇavas wird zu einen Pilgerort. Deswegen fädelte der Höchste Herr Caitanya ein, dass Seine Gefährten an vielen verschiedenen Plätzen Geburt annahmen. Obwohl sie alle an verschiedene Orte geboren wurden, begegneten sie sich, wie durch Zufall, in Navadvīpa. 

Lord Caitanyas Geburtsort war Navadvīpa; also war Navadvīpa der Treffpunkt aller Gottgeweihten. Die Herrlichkeit von Navadvīpa kann mit keinem anderen Ort auf der Welt verglichen werden. Die Vorsehung ließ bewusst Navadvīpa als Stadt erblühen und zu Wohlstand kommen, um Lord Caitanya in Navadvīpa zu empfangen. 

Wer ist befähigt Navadvīpas Opulenz zu beschreiben? Hunderte und Tausende drängten sich an den Ufern der Gaṅgā, um ein Bad zu nehmen. Durch die Gnade der Göttin Sarasvatī, waren die Einwohner von Navadvīpa jeden Alters gelehrte Exponenten der Schriften. Die Leute waren stolz auf ihr materielles Wissen; sogar Jungen im frühen Alter erörterten Logik mit Senior-Gelehrten. Studenten kamen aus verschiedenen Teilen des Landes um in Navadvīpa zu studieren, weil sie in Navadvīpa eine hohe Ausbildung und Geschmack in Scholastik erhielten. Die Anzahl der Studenten in Navadvīpa war unermesslich und die genaue Anzahl der Lehrer war unbestimmt. 

Die Einwohner lebten zufrieden, gesegnet von den glücksverheißenden Blicken von Rāma und Lakṣmī, der Glücksgöttin, aber sie verschwendeten ihre Zeit ihr Geld für Sinnesvergnügungen und anderen weltlichen Angelegenheiten auszugeben. Als sie noch stolzer wurden und noch materialistischer, nahm der Geschmack der Leute für den hingebungsvollen Dienst zum Höchsten Herrn in beunruhigender Weise ab und der Beginn des Kali-yuga wurde mit unmoralischen Aktivitäten eingeleitet. 

Die einzigen religiösen oder hingebungsvollen Aktivitäten, die sie kannten waren Anrufungen der Halbgötter und Halbgöttinnen – besonders Durgā devī – und Gebete um zeitweilige materielle Segnungen. 

Manche verehrten arroganter Weise Manasā, die Göttin der Schlangen; andere verschwendeten riesige Summen Geldes um Puppen zu verehren. Wieder andere vergeudeten riesige Summen für die Hochzeiten ihrer Söhne und Töchter und auf diese Weise verschwendeten sie ihr Leben. 

Sogar die angeblich kenntnisreichen Hohen Priester – die Bhaṭṭācāryas, Cakravartīs und Miśras – kannten den Zweck der Schriften nicht. Obwohl sie die Schriften lehrten, waren ihre Aktivitäten den Verfügungen der Schriften entgegengesetzt, also ertranken sie zusammen mit ihren Studenten in der Flut des Frevels. Niemand war damit beschäftigt, die Einführung des Chantens von Kṛṣṇas Heiligen Namen zu erläutern – die Religion des Kali-yuga. Sie verbrachten ihre Zeit einfach damit, Fehler in andere zu suchen. 

Den abergläubischen sogenannten Entsagten und Einsiedlern kam nicht ein einziger Name Kṛṣṇas über ihre Lippen. Diejenigen, die in der Gesellschaft als am frömmsten angesehen waren, wurden nur einmal während der täglichen Waschung gehört, wie sie des Herrn Namen Govinda oder Puṇḍarīkaksa wiederholten. Hingebungsvolle Perspektiven waren in den Erläuterungen der transzendentalen Literatur, wie der Bhagavad-gītā oder Śrīmad Bhāgavatam, grundsätzlich nicht enthalten. 

Die Vaiṣṇava Gottgeweihten des Herrn waren bekümmert, als sie sahen, wie die allgemeine Bevölkerung, unter der externen Energie des Herrn, in die materielle Existenz verstrickt wurde. Sie dachten voller Mitgefühl: „Wie können all diese Lebewesen befreit werden? Sie stehen vollständig im Bann des Mythos der Sinnesvergnügungen.“ Obwohl die Leute von den Gottgeweihten aufgefordert wurden Kṛṣṇas Heiligen Namen zu chanten, lehnten sie ab und stattdessen waren sie törichterweise sehr geschäftig darin fruchtloses materielles Wissen zu erwerben. 

Die erhabenen Vaiṣṇava Gottgeweihten fuhren in ihren hingebungsvollen Aktivitäten fort, indem sie Kṛṣṇa verehrten, in der Gaṅgā badeten und Kṛṣṇa-bewusste Themen diskutierten. Die Vaiṣṇavas wurden dazu bewegt die Menschheit zu segnen und sie beteten dass, Lord Kṛṣṇa alsbald Seine Barmherzigkeit auf sie herabregnen lasse. 

An erster Stelle der großen Vaiṣṇavas in Navadvīpa stand Advaita Ācārya, der von der ganzen Welt verherrlicht wird. Der vorherrschende spirituelle Präzeptor war der glorreiche Vertreter der absoluten Wissenschaft von Hingabe und Entsagung. Seine Beschreibung der Themen über das Kṛṣṇa Bewusstsein kam der von Lord Śiva gleich. Seine Erläuterungen aller existierenden Schriften gelangten zu der gleichen Schlussfolgerung – die Essenz von allem ist die Hingabe zu Kṛṣṇas Lotosfüßen. 

Advaita verehrte Lord Kṛṣṇa unaufhörlich immer mit großer Hingabe, opferte Ihm tulasī-manjaris – Blüten - und Gaṅgā-Wasser. Seine starke Zuneigung für Kṛṣṇa ließ ihn mit großer Überschwänglichkeit laut Seinen Namen ausrufen. Dieser ekstatische Klang durchdrang die Bedeckungen der materiellen Welt, streifte den Wohnort von Brahmā und erreichte Vaikuṇṭha. Gefangen von dem dröhnenden, ekstatischen Klang der Liebe von Advaita Ācārya, erschien Kṛṣṇa persönlich, da er von der Liebe Seiner Geweihten kontrolliert wird. 

Advaita Ācārya Prabhu war der Anführer der Vaiṣṇavas. Sein hingebungsvoller Dienst war der herrlichste in Brahmās Planetensystem. Auf diese Weise verbrachte Advaita Ācārya Seine Tage in Navadvīpa, vertieft im hingebungsvollen Dienst. Jedoch litt er unter akuten Schmerzen bei dem Anblick von Menschen, die des hingebungsvollen Dienstes beraubt waren. Die Menschen waren alle verrückt nach weltlichen Sinnesvergnügungen; niemand war darauf aus Kṛṣṇa zu verehren oder zu dienen. Manche verehrten Vasūti, eine weibliche Gottheit, die als Caṇḍi identifiziert wird, mit vielen vielen Geschenken, während andere die Yakṣas mit Fleisch und Wein verehrten. Sie ertranken im endlosen Tumult vom Singen, Tanzen und Musik, aber der nektarine Ruf der glücksverheißenden Namen von Kṛṣṇa stieß auf taube Ohren. Die Halbgötter waren über die Verehrungsweise von Seiten der Menschheit nicht zufrieden, die letztendlich nicht zur Freude von Kṛṣṇa gedacht war. Besonders Advaita Ācārya war äußerst unglücklich über diese Art Verehrung. 

Advaita Ācārya Prabhu besaß eine sehr mitfühlende Natur; er dachte immer daran, wie man die bedingten Seelen befreien könnte. Er sagte: „Wenn mein Herr herabkommen würde, dann könnte Er jeden befreien. Ich bin bekannt als 'Advaita Siṁha', Advaita der Löwe. Dieser Name ist jedoch nur dann gerechtfertigt, wenn ich den geliebten Herrn von  

Vaikuṇṭha davon überzeugen kann, in dieser Welt zu erscheinen. Ich möchte den Herrn von Vaikuntha dazu bringen, in Person herabzukommen; und dann werden alle in transzendentaler Freude singen und tanzen. Auf diese Weise werden alle bedingten Seelen befreit werden!“ 

Indem er über diese Dinge nachdachte, verehrte Advaita immerfort mit unbeirrbarer Entschlossenheit die Lotosfüße von Śrī Kṛṣṇa. Lord Caitanya kam herab aufgrund dieses aufrichtigen Appells von Advaita Ācārya Prabhu – der Herr Selbst wiederholte oft diese Tatsache. 

Śrīvāsa Paṇḍita und seine drei Brüder waren Einwohner von Navadvīpa. Sie chanteten immer den Namen Kṛṣṇas, badeten in der Gaṅgā und verehrten Kṛṣṇa dreimal am Tag. Später vollführte Lord Caitanya viele Spiele in Śrīvāsas.  

Auf Śrī Caitanyas Anweisung sind viele Seiner ewigen Gefährten, wie Śrī Candrasśekhara, Śrī Jagadiśa, Śrī Gopīnātha, Śrīmān, Śrī Murāri, Śrī Garuḍa und Śrī Gaṅgādāsa vor Ihm erschienen. Ich erwähne nur die Persönlichkeiten, die in Verbindung mit verschiedenen Ereignissen stehen und die ich persönlich kannte. Ansonsten, wenn man jedes Individuum erwähnte, wäre dieses Buch zu umfangreich. 

Jeder einzelne dieser großmütigen Gottgeweihten führte seine spirituellen Pflichten aus und war nur an hingebungsvollen Dienst zu Kṛṣṇa interessiert. Sie waren sich gegenseitig ihrer inneren spirituellen Identität nicht bewusst, trotzdem trafen sie sich vertraulich als innige Freunde. 

Wo immer sie hinsahen erblickten sie eine Welt ohne Hingabe und ihre Herzen brannten vor Sorge. Sie fanden niemanden, der etwas Geschmack für den Nektar der Spiele Kṛṣṇas hatte, also verherrlichten sie einfach den Herrn allein unter sich. Oft verbrachten sie viele Stunden zusammen in Śrī Advaita Ācāryas Residenz, um Themen über Kṛṣṇa zu diskutieren und auf diese Weise vertrieben sie ihre Unzufriedenheit. 

Die Gottgeweihten sahen die Welt in den Flammen der materiellen Existenz brennen und doch fanden sie keine Gelegenheit, die Leute zu inspirieren, Kṛṣṇa gewahr zu werden. Das gab ihnen großen Grund zur Sorge. Śrī Advaita Ācārya rief die Gemeinschaft der Vaisnavas zusammen  

und versuchte den Leuten Bewusstsein für Kṛṣṇa nahezubringen, aber keine einzige Seele konnte das verstehen. Erfüllt von Schmerz über das Leiden der Leute, begann Śrī Advaita Ācārya zu fasten – alle Vaiṣṇavas seufzten zutiefst über diese Lage. 

Warum soll man für Kṛṣṇa singen und tanzen? Was ist ein Vaiṣṇava? Was ist der Nutzen vom gemeinsamen Chanten des Heiligen Namens des Herrn? Ordinäre materialistische, Menschen, die dem Reichtum und Familie hinterherlaufen verstehen nichts von diesen Dingen. In der Tat, solche Atheisten spotten und lachen über die Vaiṣṇavas. 

Wie an jedem Abend sangen Śrīvāsa Ṭhākura und Seine Brüder lautstark in ihrem Haus den Namen des Herrn. Die atheistischen Nachbarn schmähten Śrīvāsa Ṭhākura und erklärten ihn für verrückt. Sie erklärten, dass das ganze Dorf wegen ihm vernichtet werden würde. Sie sagten, dass die tyrannischen muslimischen Herrscher das Dorf auseinandernehmen würden, wenn sie hören, dass die Leute Kṛṣṇas Namen laut chanten. 

Einige missgünstige Nachbarn sagten, dass sie das Haus von Śrīvāsa Ṭhākura niederreißen würden um es wie Treibholz in die Gaṅgā zu werfen um ihn loszuwerden. „Erst wenn Śrīvāsa Ṭhākura das Dorf verlässt wird es hier wieder friedlich sein. Andernfalls werden die muslimischen Herrscher kommen und uns foltern.“ 

Als die heiligen Vaiṣṇavas diese Drohungen der Atheisten hörten, weinten sie und erzählten Kṛṣṇa von ihren Sorgen. Als Śrī Advaita Ācārya diese Neuigkeiten hörte, war er zornentbrannt, ungeachtet seiner Lage, sprach er zu den Vaiṣṇavas: „Höre Śrīvāsa Ṭhākura, Śrī Gaṅgādāsa und Śuklāmbara, Ich werde Lord Kṛṣṇa vor aller Augen erscheinen lassen. Lord Kṛṣṇa wird persönlich kommen und jeden befreien. In eurer Gemeinschaft, den Vaiṣṇavas, wird der Herr den Atheisten kṛṣṇa-prema beibringen.“ 

„Sollte mein Versprechen fehlschlagen, werde ich meine vierhändige Gestalt manifestieren und mein cakra nehmen. Ich werde die Köpfe aller Atheisten abschlagen. Erst dann wird man überzeugt sein, dass Lord Kṛṣṇa mein Herr und Meister ist und ich Sein Diener.“ Śrī Advaita Ācārya sprach ausgiebig und als Er Sich innerlich gefestigt hatte, verehrte Er unentwegt  

die Lotosfüße von Lord Kṛṣṇa, um das Erscheinen des Herrn heraufzubeschwören. 

Die Gemeinschaft der Gottgeweihten verehrte mit großer Achtung und unter fortwährenden Tränen Kṛṣṇas Lotosfüße. Wenn die Gottgeweihten in die Stadt Navadvīpa gingen, um ihren Pflichten nachzugehen, hörten sie nirgendwo Diskussionen über Kṛṣṇa und Seinem hingebungsvollen Dienst. Das erschütterte sie und erfüllte sie mit Schmerz. Manche erwogen, dass sie ihre Körper aufgeben wollten, während andere den Namen Kṛṣṇas mit langen tiefen Seufzern schluchzten. So ernsthaft war der Schmerz der Gottgeweihten bei dem Anblick der zwecklosen Unternehmungen der gottlosen Gesellschaft, dass sie jeden Appetit verloren. Letztendlich entsagten sie jeder materiellen Annehmlichkeit, währenddessen traf der Höchste Herr Seine Vorbereitungen um auf diese materielle Welt herabzukommen. 

Auf Wunsch des Höchsten Herrn, kam Lord Nityānanda, der ursprüngliche Ananta Śeṣa, zuerst herab in ein Land, genannt Rāḍhadeśa. Lord Nityānanda erschien im Mutterleib von Śrimatī Padmāvati devī an dem glücksverheißenden dreizehnten Tag, des zunehmenden Mondes in einem Dorf mit dem Namen Ekacakra. Obwohl er der ursprüngliche Höchste Vater eines jeden ist, erlaubte Nityānanda Śrī Hāḍāi Paṇḍita, ein reiner und erhabener brāhmaṇa, die Rolle Seines Vaters zu spielen. 

Der Höchste Herr Śrī Balarāma ist ein Ozean der Barmherzigkeit und er ist der Spender des reinen hingebungsvollen Dienstes zu Kṛṣṇa; Er erschien dieses Mal mit dem Namen Nityānanda. Die Bewohner der himmlischen Planeten feierten heimlich dieses Ereignis, ließen Blumenkonfetti mit gewaltigen Klängen der Freude und Lobpreisung herabregnen. 

Durch Lord Nityānandas Erscheinen im Land von Rāḍhadeśa vermehrten sich allmählich in diesem Bezirk in jeder Weise die glücksverheißenden Umstände. Die Höchste Persönlichkeit Gottes, die erschien, um die gefallenen Seelen zu befreien, nahm bald das Kleid eines Bettlers an und reiste allenthalben. 

In dieser Art und Weise geschah die Ankunft von Lord Ananta. Nun hört die Beschreibung der Ankunft Lord Kṛṣṇas. 

Śrī Jagannātha Miśra, die große transzendentale Persönlichkeit, lebte in Navadvīpa. Er war wie Vāsudeva, der Vater von Kṛṣṇa, immer in spirituellen Aktivitäten beschäftigt. Er war großmütig und stand im Zenit aller brahmanischen Eigenschaften; seine Eigenschaften finden keinen Vergleich in dieser Welt. Śrī Jagannātha Miśra befand sich in derselben spirituellen Kategorie wie Kaśyapa, Daśaratha, Vāsudeva oder Nanda. 

Seine hingebungsvolle Frau Śrimatī Śacīdevī war die Verkörperung der Hingabe zum Höchsten Herrn. Sie war die universale Mutter. Alle ihre acht Töchter schieden früh dahin und sie blieb zurück mit einem von großem Glück begünstigten Sohn, Viśvarūpa. Śrī Viśvarūpa war so schön und charmant wir der Liebesgott und er war die Quelle grenzenloser Freude Seiner Eltern. Von Geburt an war Viśvarūpa materiell entsagt und als Kind meisterte er schnell alle unterschiedlichen Schriften. 

Die allgemeine Gesellschaft jedoch wurde vom hingebungsvollen Dienst zum Herrn beraubt und die Gottlosigkeit, derzeit in Navadvīpa am Anfang des Kali-yuga sichtbar, war ein Indikator, was die Zukunft bereithalten würde. Doch die Höchste Persönlichkeit Gottes kommt herab, wenn die religiösen Prinzipien verblassen und er fühlt, dass Seine Geweihten leiden. Folglich ging die Höchste Persönlichkeit Gottes, Śrī Caitanya Mahāprabhu, in die Körper von Śrimatī Śacīdevī und Śrī Jagannātha Miśra ein. 

Lord Ananta sang Hymnen um den Herrn zu lobpreisen; Śrī Jagannātha Miśra und Śacīdevī hörten die Verherrlichung in ihren Träumen. Beide, Ehemann und Ehefrau leuchteten in heller spiritueller Ausstrahlung, die gewöhnliche Augen nicht wahrnehmen konnten. 

Lord Śiva, Lord Brahmā und den anderen Halbgöttern wurde klar, dass nun der Höchste Persönliche Herr auf der Erde erscheinen würde und sie kamen und brachten Gebete dar. Diese mystischen Spiele des Herrn sind alle in den großen vedischen Schriften aufgezeichnet. Die folgenden Lobpreisungen von Brahmā und den anderen Halbgöttern sind höchst vertrauliches Wissen und sie zu hören mündet in tiefer Anhaftung an Kṛṣṇa. 

„Alle Ehre! Alle Ehre sei dem Höchsten Herrn Caitanya, der Bewahrer von allem.“ 

„Du erscheinst, um das gemeinsamen Chanten des Heiligen Namens einzuführen.“ 

„Alle Ehre! Alle Ehre sei Lord Caitanya, dem Beschützer der vedischen Religion, heiligen Gottgeweihten und frommen brāhmaṇas. Du bist der Vernichter der Nicht-Gottgeweihten und der personifizierte Tod für die Atheisten.“ 

Alle Ehre! Alle Ehre sei Lord Caitanya! Deine transzendentale Gestalt ist absolut, ewig und voller Glückseligkeit. Du bist der Höchste Herr aller, dessen Wünsche niemand hemmen kann. 

Du bist unmanifestiert in Millionen und Millionen von Universen, und nun manifestierst Du Dich im Mutterleib von Śrimatī Śacīdevī. 

„Wer kann die Aktivitäten Deines süßen unabhängigen Willens verstehen? Schöpfung, Erhaltung und Vernichtung der Universen sind nur Aspekte Deiner wundervollen Spiele. 

„Du kannst – entfacht einzig und allein durch Deinen Willen – die gesamte kosmische Manifestation vernichten. Nur mit bloßen Worten kannst Du Dämonen wie Rāvaṇa und Kaṁsa töten. 

„Trotz dieser Kraft, bist Du jedoch in diesem Haus von König Daśaratha und Śrī Vāsudeva erschienen, um persönlich diese Dämonen zu töten.“ 

„Wer kann das Mysterium hinter Deinen Aktivitäten enträtseln? Nur Du kennst Deinen Eigenen süßen Willen.“ 

„Einfach durch Deinen Wunsch, kann jeder Deiner Diener all die zahllosen Universen befreien.“ 

„Du kamst jedoch herab, um den Menschen auf der Welt die religiösen Prinzipien zu lehren und sie dadurch zu segnen.“ 

„Im Satya-yuga bist Du mit einer weißlichen Hauttönung erschienen, um den Pfad der Entsagung und Meditation zu lehren, indem Du diese Entsagung Selbst vollführtest.“ 

„Um die religiösen Prinzipien zu errichten, nahmst Du die Rolle eines zölibatären brāhmaṇa mit verfilztem Haar an, trugst eine Antilopenhaut, Sachen eines Bettlers und einen Wassertopf.“ 

„Im Tretā-yuga bist Du in einer wunderschönen rötlichen Hauttönung erschienen um die religiöse Praxis des Feueropfers zu lehren.“ 

„Mit sruk und sruva Händen um Opfer Ghee zu gießen, hast Du persönlich die Opferrituale demonstriert und geleitet.“ 

„In Dvāpara-yuga, bist du mit einer transzendentalen wunderschönen dunklen Hauttönung von der Farbe einer Monsunwolke erschienen und hast in jedem Haus die Verehrung der Bildgestalten eingerichtet.“ 

„Gekleidet in gelbem Tuch und geschmückt mit dem Śrivatsa-Zeichen, das ausschließlich Deines ist, lehrtest Du die opulente Verehrung der Bildgestalten.“ 

„Im Kali-yuga, erscheinst Du nun als ein gelehrter brāhmaṇa mit einer goldgelben Hauttönung um die vertraulichste religiöse Praxis des gemeinsamen Chantens des Heiligen Namen des Herrn, zu verbreiten.“ 

„Du nahmst unzählbare Inkarnationen an; wer hat die Macht sie zu zählen?“ 

„In Deiner Inkarnation als der transzendentale Fisch, Matsya, bist Du in den Wassern der Vernichtung erschienen. Als Kūrma, die Schildkröte, bewahrtest Du alle Lebewesen, als Du den Mandara Berg getragen hast.“ 

„Als Hayagriva, hast Du die Veden bewahrt und die beiden Dämonen Madhu und Kaiṭabha getötet.“ 

Als Varāha, die Eber-Inkarnation, hast Du die Erde gerettet und als Nṛsiṁhadeva hast Du den Dämon Hiraṇyakaśipu durchbohrt und getötet.“ 

„Als die Zwerg-Inkarnation, Vāmana, hast Du den Dämon König Bali überlistet. Als Paraśurāma, befreitest Du die Welt von den kṣatriyas, der kämpfenden Klasse.“ 

„Als Lord Rāmacandra, hast Du den Dämon Rāvaṇa vernichtet. Als Lord Balarāma, der den Pflug hält, hast Du dich endlos erweitert.“ 

„Als Lord Buddha hast Du die Religion des Mitgefühls und der Gewaltlosigkeit gepredigt. Als Lord Kalki wirst Du die gefallenen mlecchas vernichten, diejenigen, die nicht den vedischen Verfügungen folgen. 

„Als Lord Dhanvantari, hast du den Nektar der Unsterblichkeit, amṛta, verteilt und als Lord Hamsa, die Schwan-Inkarnation hast Du zu Lord Brahmā und anderen das Wissen über die absolute Wahrheit gesprochen.“ 

„Als Nārada Muni hast Du die vīṇā gehalten und süß gesungen und als Śrīla Vyāsadeva hast Du die Wahrheit über die Dich Selbst erläutert.“ 

„Lord Kṛṣṇa steht über all diesen Inkarnationen und ihren wunderschönen ewigen Spielen. Er residiert ewig in Gokula mit vielen verschiedenartigen, Freude schenkenden Spielen.“ 

„In dieser Inkarnation erscheinst Du als ein reiner Geweihter. Du verbreitest das Wissen des hingebungsvollen Dienstes und chantest den Heiligen Namen.“ 

„Der Nektar des gemeinschaftlichen Chantens des Heiligen Namens wird das gesamte Universum in Wellen der Glückseligkeit ertränken und jedes Haus wird den Vorgang der Liebe zu Kṛṣṇa kennenlernen.“ 

„Sind wir in der Lage, die universale Ekstase zu beschreiben, die erweckt wird, wenn du mit Deinen Geweihten und Dienern tanzen wirst?“ 

„Nur durch fortwährendes Erinnern an Deine Lotosfüße, befreien Deine reinen Geweihten diese Welt von allen Krankheiten und Unglück.“ 

„Die Berührung ihrer Füße vertreiben die dunklen Omen der Welt und ein bloßer Blick von ihnen läutert alle Richtungen.“ 

„Oh Lord Caitanya, Deine Diener sind so glorreich, dass wenn sie mit erhobenen Armen wundervoll tanzen, dann entfernen sie alle Störungen auf den himmlischen Planeten.“ 

„Oh König, wenn Lord Kṛṣṇas Geweihte das Chanten des Namens des Herrn mit Tanz begleiten, dann reinigen ihre Füße, wenn sie die Erde berühren, die ganze Welt, ihr Blick läutert alle Richtungen und ihre erhobenen Arme reinigen die höheren Planetensysteme.“ 

Hari-bhakti-sudhodaya 20.68: „Oh Caitanya, Du bist die höchste Persönlichkeit Gottes und nun erscheinst Du, um gemeinschaftliches Chanten auszuführen und kṛṣṇa-prema in der Gemeinschaft Deiner Geweihten zu verteilen.“ 

„Oh Herr, wer besitzt die Worte Deine wundervolle Kraft zu beschreiben, die so frei das vertraulichste und verborgene Wissen der Veden zuteilwerden lässt.“ 

„Oh Herr, wir wünschen und beten inbrünstig um das erhabene kṛṣṇa prema, das Du als großes Geheimnis verbirgst, und bietest stattdessen den spirituellen Anwärtern Befreiung. 

„Du bist der spirituelle Meister der gesamten Schöpfung und weil Du großmütig bist, verteilst Du unschätzbaren spirituellen Reichtum.“ 

„Deinen Heiligen Namen zu chanten ist die Erfüllung aller religiöser Rituale und Opfer und jetzt erscheinst Du persönlich in Navadvīpa, um die praktische Anwendung zu lehren.“ 

„Oh Herr, sei gütig mit uns, damit wir genügend von Glück begünstigt sind um Deine wundervollen Aktivitäten in Navadvīpa zu sehen.“ 

„Oh Herr, Du wirst den innersten, langgehegten Wunsch von Śrī Gaṅgā devī erfüllen, wenn Du in ihren Wassern spielst.“ 

„Deine erlesene transzendentale Gestalt, die sich Mystiker und yogis in ihren Meditationen vorstellen, wird nun in Navadvīpa vor den Augen Aller manifestiert.“ 

„Ich bringe dem heiligen Navadvīpa-dhāma Ehrerbietungen dar und dem Haus von Śrī Jagannātha Miśra und Śrimatī Śacīdevī, wo Deine heilige Erscheinung stattfinden wird.“ 

Auf diese Weise brachten Lord Brahmā und andere Halbgötter, während sie unsichtbar blieben, die ausgewähltesten Gebete dem Höchsten Herrn dar. 

Der Höchste Besitzer der gesamten Schöpfung verblieb im Mutterleib von Śrimatī Śacīdevī bis zur Vollmondnacht im Monat des Phālguna, wo Er erschien. 

„Die Nacht des Vollmondes war das summum bonum aller von Glück begünstigten heiligen Ereignisse der gesamten kosmischen Manifestation.“ 

Die Höchste Persönlichkeit kam herab, begleitet von dem Vorgang des gemeinsamen Chantens des Heiligen Namens. Er verbreitete diesen erhabenen Vorgang, indem Er ihn Selbst praktizierte. 

Wer ist in der Lage, die wundervollen Spiele des Höchsten Herrn zu kennen? Er ordnete zum Zeitpunkt Seiner Geburt eine Mondfinsternis an. 

Als die Einwohner von Navadvīpa die Mondfinsternis sahen, fingen sie an laut des Herrn Heiligen Namen zu chanten und sie machten andere glücksverheißende Töne. 

Endlos strömten Millionen und versammelten sich an den Ufern des Ganges, um ein heilige Waschung durchzuführen. Sie erfüllten die Luft mit dem lauten Chanten des Heiligen Namens des Herrn. 

Der gewaltige Klang ihres Chantens durchdrang die Bedeckungen des materiellen Universums und reiste bis jenseits von Brahmāloka. 

Alle Heiligen staunten über diesen wundervollen Chanten und sie beteten für eine immerwährende Finsternis. 

Alle Gottgeweihten erfuhren ein intensives Hochgefühl und sie riefen aus: „Welch große Freude! Vielleicht wird der Höchste Herr, Kṛṣṇa, erscheinen!“ 

Die Gottgeweihten gingen für ihre Waschungen zum Ganges umgeben von dem brüllenden Chanten, das aus allen Richtungen kam. 

Frauen, Kinder, Alte, Fromme und Nicht-Fromme – jeder chantete während der Mondfinsternis laut des Herrn Haris Heiligen Namen. 

Der einzige Klang im Universum war das all siegreiche Chanten von „Hari! Hari! Hari! Hari!“ 

Die Halbgötter ließen überall Blumenkonfetti herabregnen und verkündeten den Sieg, als sie lautstark auf ihren dundubhi-Trommeln schlugen. 

Inmitten der schallenden Verherrlichung erschien der Herr, als der Sohn von Śrimatī Śacīdevī. Er ist die Seele selbst des Universums. 

Rāhu verdunkelte den Mond; der Ozean des Heiligen Namens überflutete Navadvīpa und ertränkte und überwältigte die Dunkelheit des Kali-yugas. Der Höchste Herr hatte Sich manifestiert. 

Die vierzehn Welten ließen die weitreichenden Neuigkeiten erklingen. Der mondgleiche Caitanya, Gaurāṅga, ist aufgegangen. 

Die Einwohner von Nadia wurden, nur indem sie den Herrn sahen, von allen Sorgen befreit und ihre Freude und ihr Wohlstand wuchs Tag für Tag. 

Der Wirbel der dundubhi-Trommeln, das Trompeten von Tausenden von Muschelhörnern, der schrille Klang der Flöten und Hörner, begleiteten die Lieder von Vṛndāvana dāsas zur Lobpreisung ihrer Lords, Śrī Caitanya und Śrī Nityānanda Prabhu: 

„Sein wunderschöner leuchtender Glanz stellte die Strahlen der Sonne in den Schatten und blendeten meine Augen. Seine länglich geschwungenen, blühenden, sich leicht senkenden Lotosaugen widersetzen sich jeder Beschreibung.“ 

„Die Luft war übervoll mit Freude; Lord Caitanya war auf die materielle Welt herabgekommen.“ Śrī Haris Name hallte tosend durch das Universum und trug die Kunde von der Geburt Lord Caitanyas weit über Brahmāloka hinaus.“ 

„Seine erlesene Hauttönung hatte die Farbe von Sandeilholzpaste. Sein weiter Brustkorb war mit einer sanft wiegenden Girlande aus Wildblumen geschmückt und sein strahlendes mondgleiches Gesicht war anziehend, kühl und tröstend. Seine langen Arme reichten bis zu den Knien.“ 

„Siegesklänge und Lobpreisungen durchdrangen alle Richtungen und die Erde fühlte sich im Besonderen von der Ankunft von Śrī Caitanya gesegnet. Einige sangen in großer Freude, während andere in Ekstase tanzten. Für Kali war es jedoch ein Unheil, inmitten von spiritueller Festlichkeiten. 

„Die Kronjuwelen aller vedischen Schlussfolgerungen sind die Höchsten Herren, Caitanya und Nityānanda Prabhu. Ihre grundlose Barmherzigkeit macht keinen Unterschied zwischen den Unwissenden und den Verstoßenen.“ 

„Ich, Vṛndāvana dāsa, bringe Ihnen dieses Lied dar.“ 

„Der goldene Mond, Śrī Caitanya, ging auf, als die Klänge großer Freude die Luft erfüllten. Seine Schönheit demütigt Millionen von Liebesgöttern und Er lächelte während Seines Eigenen Tanzens und Singens.“ 

„Sein liebliches Gesicht und Seine bezaubernden Augen waren den Zeichen Seiner Göttlichkeit auf Seiner transzendentalen Person zugefügt; Seine Füße waren mit den Glück verheißenden Zeichen der Flagge und des Blitzes gezeichnet. Seine ganze erlesene Gestalt war auf eine Weise geschmückt, den Geist eines jeden zu bezaubern.“ 

Angst und Mutlosigkeit lösten sich auf und die Welt erfuhr unermessliches Glück.“ 

„Ich, Vṛndāvana dāsa, bringe dieses Lied, meinem Leben und meiner Seele, Śrī Caitanya und Śrī Nityānanda, dar.“ 

„Die Halbgötter waren überglücklich und sangen, um Caitanyas Erscheinen zu lobpreisen. Ein einziger Blick auf das glückselige mondgleiche Gesicht war genug, um alle Leiden auszurotten. Es war ein herrliches und fröhliches Ereignis.“ 

„Lord Ananta Śeṣa, Lord Brahmā, Lord Śiva und andere Halbgötter, nahmen alle ihre neuen Formen an und indem sie die Gelegenheit der  39

Mondfinsterns als Entschuldigung benützten, sangen sie kontinuierlich den Namen Haris. Ich kann einfach ihren Jubel nicht völlig beschreiben.“ 

„Das Gewühl von großen Mengen strömten nach in Nadia mit den Rufen: „Hari! Hari!“ Navadvīpa befand sich im Griff von schrankenloser Glückseligkeit. Der Höchste Herr, Halbgötter und Menschen waren zusammengekommen, um miteinander herumzutollen.“ 

„Die Halbgötter kamen in der Dunkelheit der Mondfinsternis in das Haus von Śrimatī Śacīdevī, unsichtbar für die Menschheit, warfen sie sich auf den Boden und brachten Śrī Caitanya Ehrerbietungen dar. Wer kann diese abstrusen Spiele des Herrn beschreiben?“ 

„Einige Halbgötter brachen in Verherrlichungen aus, andere hielten einen Schirm über den Herrn, andere fächelten mit cāmaras Luft, während andere in Ekstase Blumen herabregnen ließen und wieder andere sangen und tanzten überschwänglich.“ 

„Der Höchste Herr, Śrī Caitanya, ist mit all Seinen Geweihten erschienen und die Atheisten werden das nie verstehen.“ 

„Ich Vṛndāvana dāsa besinge die nektargleichen Herrlichkeiten des Lord Caitanya und Lord Nityānanda.“ 

„Der Trommelwirbel der dundubhi Trommeln, die Hymnen, die Gebete und die süße Musik vermischten sich und hallten wider in der Luft. Heute können wir sofort der Höchsten Persönlichkeit begegnen, die sogar in den Veden ein Mysterium ist.“ 

„Die Halbgötter in Indra-purī waren fröhlich ungestüm; während sie sich emsig schmückten, fühlten sie sich sehr von Glück begünstigt, dass sie Lord Caitanyas gesegnete Gemeinschaft in Navadvīpa bekommen konnten.“ 

„Sie umarmten und küssten sich ohne Scham und jubelten, dass der Herr von Navadvīpa, Lord Caitanya, Geburt angenommen hat. Es gab keinen Unterschied zwischen Freund und Feind.“ 

„Sehr neugierig kamen die Halbgötter inmitten des lauten Chantens von  40

Kṛṣṇas Namen, nach Navadvīpa. Angesteckt von der transzendentalen Süße der Gemütsstimmung von Lord Caitanya, wurden sie in ihrer Ekstase fast bewusstlos und stimmten in den Gesang der Verherrlichung Lord Caitanyas mit ein.“ 

„Sie sahen die wunderschöne Gestalt von Śrī Caitanya. Er war bezaubernder als tausend aufgehende Vollmonde. Er hat menschliche Gestalt angenommen und inspirierte jeden laut den Heiligen Namen des Herrn zu chanten, indem Er die Mondfinsternis als Ausrede vorgab.“ 

„Der Höchste Herr war mit all Seinen Energien und Erweiterungen herabgekommen, dies ist für Atheisten unverständlich.“ 

Lasst mich, Vṛndāvana dāsa, zur Verherrlichung von Śrī Caitanya und Śrī Nityānanda Prabhu singen, die mein Leben und meine Seele sind.

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